Toulouse 2026 – Château Le Schlossberg

Fotografie, Reisen

Geworden ist das schließlich die Burg Schlossberg in der kleinen Stadt Forbach. Diese gehörte in der Zeit zwischen dem deutsch-französischen Krieg 1870 und dem Ende des ersten Weltkriegs 1918 zur deutschen Reichsprovinz Elsass-Lothringen, weshalb man an einigen Stellen deutschsprachige Beschriftungen finden kann.

Strasbourg hat uns länger in Beschlag genommen als geplant, weshalb wir eigentlich nicht viel Zeit für einen zweiten Zwischenstopp hatten. Wir hatten uns aber fest vorgenommen, wenn nur irgendwie möglich, mit den Kindern nicht mehr als zwei oder maximal drei Stunden am Stück im Auto zu verbringen. Und so haben wir uns dann doch noch einen kleinen Spaziergang für zwischendurch entlang der Route herausgesucht.

Als Ausflugstipp zeichnet sich der Park rund um die Burg auch deshalb aus, weil sich hier ein riesiger Hochseilgarten befindet. Wir hatten leider keine Zeit, ihn auszuprobieren, konnten uns aber dennoch ein gutes Bild machen. Der Kletterpark erstreckt sich mit zahlreichen Pfaden unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad über den gesamten Hügel und um die Burg herum. Für Kletterfreunde in der Nähe jedenfalls einen Besuch wert.

Von oben hat man außerdem einen guten Ausblick auf ein markantes Bauwerk. Es handelt sich um das Fördergerüst des ehemaligen Kohlebergwerks Siège Simon. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurde hier Kohle gefördert, die Grube wurde zu einer der wichtigsten der Region.

Im Februar 1985 kam es zu einem schweren Unglück, bei dem im Zuge einer Gasexplosion 22 Bergleute ihr Leben verloren. Im Zuge einer darauf folgenden Untersuchung waren zahlreiche Sicherheitsmängel festgestellt worden, weshalb der Bauleiter und sein Stellvertreter wegen Todschlags und fahrlässiger Tötung verurteilt wurden.

Im Dezember 1997 wurde der Kohleabbau in Siège Simon endgültig eingestellt. Das Fördergerüst blieb als Industriedenkmal erhalten und steht unter Denkmalschutz.

Nach der kleinen Wanderung durften sich die Kinder am Fuß des Hügels noch auf dem sehr nett angelegten Spielplatz austoben. Leider waren die öffentlichen Toiletten (sprich Dixi-Klos) alle verschlossen, weshalb wir uns bald auf den Weg machen mussten. Da es leider vor Ort nur ein eher gehobenes Restaurant gibt, das nicht ganz unserer Stimmung entsprach, gönnten wir uns einen kurzen Aufenthalt bei einem McDonald’s entlang der Autobahn. Dabei postiv aufgefallen: das teilweise wieder verwendbare Geschirr. Da könnte man sich in Österreich ja ruhig etwas abschauen.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg

Toulouse 2026 – Das wunderschöne Strasbourg

Fotografie, Reisen

An Tag 3 unserer Reise haben wir endlich die französische Grenze überquert und auch bald unser Hauptausflugsziel dieses Tages erreicht. Und gleich muss ich sagen, Strasbourg ist auf jeden Fall sofort auf meiner Liste der schönsten Städte gelandet, die ich je besucht habe. In den etwa drei Stunden, die wir dort verbracht haben, hatten wir mehr Wow-Eindrücke als man oft in einem ganzen Urlaub hat. Ich muss dazu auch erwähnen, dass ich eigentlich kein Städtereisender bin, normalerweise schaffen es atemberaubende Landschaften, mich von den Socken zu hauen, Städte aber eher nicht. Umso mehr war Strasbourg etwas besonderes für mich.

Wir haben unser Auto in der Nähe des Domplatzes geparkt, diesmal haben wir die Parkmöglichkeiten im Vorfeld etwas genauer recherchiert als noch in Nürnberg, um ein weiteres unnötiges Herumkurven in engen Gassen zu vermeiden. Das Straßburger Münster war also auch die erste Sehenswürdigkeit auf unserer Altstadt-Runde.

Ich muss zugeben, dass ich es mir da mittlerweile einfach mache. Nachdem ich in mehreren Städten immer wieder mühsam und oft erfolglos versucht habe, über eine einfache Google-Suche kurze Spaziergänge zu finden, bei denen man in kurzer Zeit möglichst viel zu sehen bekommt, bin ich nun dazu übergegangen, ChatGPT zu befragen. Ein einfaches „Strasbourg in zwei Stunden“ hat mir in diesem Fall nicht nur eine vorgeschlagene Route, sondern sogar ein, wenn auch ungenaue, Stadtkarte mit eingezeichnetem Weg ausgespuckt.

Das Münster also, im Französischen Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg genannt, wurde im 15. Jahrhundert fertiggestellt und war eine Zeit lang das höchste Gebäude der Welt. Auf den ersten Blick hat es mich sofort an den Wiener Stephansdom erinnert, da bei beiden Kirchen einer der beiden Türme unvollendet geblieben ist. In beiden Fällen war wohl Geldmangel der Grund, auch wenn es zum Stephansdom ja als alternative Erklärung auch die Sage vom Meister Puchsbaum gibt.

Nach einer Umrundung der Kathedrale sind wir in Richtung unseres nächsten Ziels durch die Altstadt geschlendert. Strasbourg hat wirklich viele Facetten und, dass eine Stadt so viele unterschiedliche Eindrücke vermittelt, die jeder für sich genommen Begeisterung hervorrufen, sorgt für die Eingangs erwähnten Wow-Momente und macht die Stadt so einzigartig.

Unser nächster Halt war La Petite France, wo einem, um es einmal ganz frei heraus zu sagen, die Augen herausfallen, weil es dort einfach so schön ist. Ich liebe Fachwerkhäuser und ich liebe Kanäle, hier hat man beides und damit war ich schon verloren an diese Stadt. Das Viertel bietet neben zahlreichen Fotomotiven auch viele Möglichkeiten zum Essen, zum Einkaufen, oder Flanieren.

Unser Weg führte uns bis zu den Ponts Couverts de Strasbourg, vier Türmen, verbunden durch drei Brücken, Teil einer Verteidigungsanlage aus dem 13. Jahrhundert. Der Name („gedeckte Brücken“) kommt daher, dass die Brücken früher Holzdächer besaßen, um die dort stationierten Soldaten bei Angriffen zu schützen.

Man kann die Brücken und Türme sehr gut von der Passage Georges Frankhauser aus sehen, die durch die Barrage Vauban verläuft, welche im 17. Jahrhundert mit der Idee gebaut wurde, im Fall eines Angriffs die Gebiete südlich der Stadt fluten zu können, um dem Feind das Vorankommen zu erschweren. Die Passage ist nach Georges Frankhauser benannt, dem Gründer der Vereinigung „Freunde von Straßburg“.

Strasbourg ist jedenfalls eine Stadt, die mich wiedersehen wird.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg

Toulouse 2026 – Bad Abbach, Augsburg, Ulm

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Bevor wir am zweiten Tag unserer Reise Bad Abbach verließen wollten wir uns den Heinrichsturm anschauen, der im 13. Jahrhundert gemeinsam mit einer Burganlage  gebaut wurde und von dem niemand genau weiß, wozu er eigentlich gedient hat. Neben dem Turm gibt es einen wirklich tollen Spielplatz, sodass die Kinder sich vor der Autofahrt noch einmal die Beine vertreten konnten.

Wir erreichten schließlich Augsburg, wo wir nur einen kurzen Aufenthalt von maximal zwei Stunden geplant hatten, aus dem aber dann eigentlich fast ein Tagesausflug geworden ist. No regrets though. Augsburg ist eine wirklich schöne Stadt, die auch zum Flanieren einlädt. Neben der schönen Altstadt und dem großen Stadtmarkt gibt es auch moderne Einkaufsstraßen mit zahlreichen Geschäften.

Gegen Mittag haben wir spontan noch die Basilika St. Ulrich und Afra besichtigt und uns dann auf dringenden Wunsch unserer Tochter hin ein Pizza beim Corso Augsburg gegönnt.

Die Altstadt bietet einige Highlights wie das Rathaus (unten) und das Weberhaus (oben), das ehemalige Zunfthaus der Weber, das im Jahr 1939 frei nach Vorlage des Originals komplett neu aufgebaut wurde. Es lohnt sich aber durchaus, einfach in den zahlreichen Seitengassen verloren zu gehen, wie man so sagt, denn es gibt zahlreiche kleine Gänge, Treppen und Hinterhöfe, die einen Besuch wert sind.

Zum Schluss haben wir noch einen Abstecher zur Fuggerei gemacht, eine der ältesten Sozialsiedlungen der Welt aus dem 16. Jahrhundert, die auch heute noch von etwa 150 Menschen bewohnt wird.B

Besonders spannend fand ich die für jeden Eingang individuellen Türklingeln, die früher sicherstellen sollten, dass man auch bei Dunkelheit seine eigene Wohnungstür findet.

Bevor es dann zur Ferienwohnung für diese Nacht ging, haben wir uns noch das Städtchen Ulm angeschaut. Wir waren zwar nur in Ulm und nicht um Ulm und auch nicht drumherum, es war aber trotzdem ein schöner Ausklang des Tages. Der Turm des Ulmer Münsters war zwar bereits geschlossen, wir waren aber gerade noch rechtzeitig da, um das Innere zu besichtigen. Dieses Gebäude war bis zur Fertigstellung der Sagrada Família in Barcelona 2025 die Kirche mit dem höchsten Kirchturm der Welt.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
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Toulouse 2026 – Ein Abend in Regensburg

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Unsere erste Unterkunft befand sich in der Nähe von Regensburg, weshalb wir dort den Abend verbracht haben. Eine Parkgarage zu finden, war trotz Navi eine Herausforderung. Die Innenstadt ist voller Fußgängerzonen, durch die einen das Navi andauernd durchschicken möchte. Auch fahren immer wieder Autos durch die Fußgängerzonen, was aber möglicherweise daran liegt, dass auch deren Navi sie dort durchschickt. Um die Verwirrung zu steigern, gibt es immer wieder Schilder am Eingang zu Fußgängerzonen, bei denen darunter noch einmal ein eigenes Fahrverbotsschild angebracht ist, während das bei anderen nicht der Fall ist.

Der Dom St. Peter ist wirklich wunderschön, aber ob seiner Größe schwer auf ein Foto zu bekommen, weshalb ich die Weitwinkelfunktion meines Handys verwendet habe. Die Kinder waren froh, nicht mehr im Auto zu sitzen und wollten sich erst mal austoben. Dabei waren die vielen Fußgängerzonen dann wiederum praktisch, wobei tatsächlich immer wieder Autos und auch Autobusse an uns vorbeigefahren sind.

Danach sind wir vorbeispatziert am sogenannten Goliathhaus, an dessen Fassade der berühmte Kampf zwischen David und Goliath zu sehen ist, bis zum alten Rathaus. Von dort ist es nicht weit zum Donauufer und der Steinernen Brücke, dem für den Sonnenuntergang empfohlenen Foto-Hotspot.

An eben diesem Ufer kann man, während man auf den Sonnenuntergang wartet, auch einige Tiere beobachten. Bei den zahlreichen Schwalbennestern fliegen die Vögel pausenlos ein und aus, um die Jungen zu füttern, die sich in den Lehmnestern verbergen. Ein Reiher saß regungslos am Ufer, er wartete wohl ebenfalls auf den Sonnenuntergang.

Auf den Sonnenuntergang zu warten hat sich wirklich ausgezahlt, obwohl es mit den Kindern dann schon ein wenig anstrengend geworden ist. Unser Zweijähriger wäre fast von einem der zahlreichen Radfahrer niedergeführt worden, was für diesen mit einem Beinahe-Sturz endete, er blieb aber freundlich und entschuldigte sich dafür, dass er zu schnell gefahren war.

Von der Brücke aus lassen sich im Abendlicht Fotos schießen, die ausschauen wie aus dem Reiseprospekt. Interessanterweise hat bei einigen Aufnahmen die Automatik der Handykamera den Motiven mehr geschmeichelt als die Spiegelreflexkamera. Deshalb sieht man unten auch ein mit dem Handy aufgenommenes Foto.

Zum Schluss haben wir im Restaurant Wanderlust noch Recht gut gegessen, Ramen und Bananen-Pancakes mit Früchten. Am Ende waren die Kinder dann beide schon sehr müde, es war ja doch schon fast zehn Uhr, und auch die fast Siebenjährige musste zum Auto getragen werden.

Unsere Unterkunft muss ich zum Schluss noch unbedingt lobend hervorheben. Die Ferienwohnung in Bad Abbach (hier Link zur Buchungsseite) war relativ günstig, bietet Platz für vier Personen (zwei Schlafzimmer mit Doppelbett), sie war wirklich geräumig, gut eingerichtet, und die Ankunft funktionierte auch spätabends reibungslos. Wir waren total begeistert.

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Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
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Château Le Schlossberg

Toulouse 2026 – Zwischenstopp am Traunsee

Fotografie, Reisen

Da es von Wien nach Toulouse ein weiter Weg ist, haben wir zahlreiche Zwischenstopps in unserer Route eingeplant. Der erste, wenngleich mit einem kleinen Umweg verbunden, war Gmunden am Traunsee, wo wir mit der Seilbahn auf den Grünberg hinauf fuhren.

Es gibt einen leistbaren Parkplatz (wir haben für unsere etwas über zwei Stunden Aufenthalt 2,40€ gezahlt) gleich am Fuß der Seilbahn. Die Seilbahn selbst geht leider etwas mehr ins Geld, uns war es das aber wert, denn der Ausblick kann sich wirklich sehen lassen.

Oben gibt es zahlreiche Wanderrouten, auch eigene Erlebnispfade für Kinder, und sogar eine Sommerrodelbahn, die allerdings bei unserem Besuch geschlossen war. Wir sind dann direkt bei der Grünbergalm eingekehrt, da wir ja nicht viel Zeit eingeplant hatten. Die Preise sind im mittleren Bereich, das Essen war allerdings sehr gut. Außerdem gibt es direkt neben der Hütte in angenehmer Sichtweite einen Abenteuerspielplatz, der allerdings erst für größere Kinder ab ca. 6 Jahren geeignet ist. Kleinere Kinder müssen jedenfalls auf den Spielplatz begleitet werden.

Nachdem wir gegessen, gespielt und die Aussicht von oben ausreichend genossen hatten, ging es wieder hinunter in den Ort. Der Wanderweg hinunter war übrigens mit 1,5 Stunden angegeben und hätte uns sehr angelacht, leider mussten wir schon wieder weiter, weil am selben Tag noch Regensburg auf dem Programm stand.

Uns hat der Grünberg allerdings so gut gefallen, dass wir Gmunden bereits auf unsere Urlaubs-Bucketlist für nächstes oder übernächstes Jahr gesetzt haben. Zumal man im Traunsee auch wunderbar Baden kann. Unsere Tochter kann es kaum erwarten, für sie war es „der tollste Tag“.

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Toulouse 2026 – Die ersten Schwierigkeiten

Dies und das, Reisen

Morgen geht es los zu unserer Autorundreise mit Toulouse als Haupturlaubsziel. Wir haben so viele Autokilometer zu fahren, so viele Zwischenstopps in unterschiedlichen Unterkünften, dass wir mit irgendeiner Form von Schwierigkeiten ja fast schon gerechnet hatten. Dass diese aber bereits vor dem Losfahren beginnen würden, davon sind wir jetzt nicht ausgegangen.

Ende der Woche erhielt ich eine seltsame Nachricht unseres Apartments in Toulouse, dass wir für sechs Nächte über booking.com gebucht hatten. „Zahlen Sie über den Link in unserer E-Mail sofort 250€ ein, für die Kaution, innerhalb der nächsten 30 Minuten, sonst erlischt ihre Buchung.“

Bei mir natürlich sofort die Alarmglocken an. Man soll Geld abseits der Buchungsplattform überweisen? Und das auch noch unter Zeitdruck? Macht man natürlich nicht. Aber was macht man dann? Erster Verdacht war, dass der Nachrichtendienst des Hotels gehackt worden war. Laut unserer Recherche im Internet und auch eines zufällig just in dieser Woche auf meinem Küchentisch liegenden Artikel der Zeit ist dies viel häufiger der Fall, als dass das Hotel selbst einen zu betrügen versucht.

Wir haben also als erstes per Antwort auf die Nachricht nachgefragt, ob es sich vielleicht um ein Missverständnis handeln könnte, da wir ja bereits angezahlt hatten. Nein, es handle sich ja um die Kaution, die gemäß in der Richtlinien des Hotels verlangt wird. Also genau nachgelesen. Ja, in den Buchungsinformationen, wie auch in den AGB des Hotels steht davon etwas – allerdings bei Ankunft im Hotel. Noch einmal nachgefragt, dass wir da schon zögern würden, dass wir uns gerne zumindest bis zum Abend Zeit lassen würden. Sofortige Antwort des Hotels: „Ja, es eilt nicht, Sie kommen ja erst am Samstag an.“ Also plötzlich doch kein Zeitdruck mehr?

Als nächsten Schritt beim Hotel angerufen, wo man uns die Sendung jener E-Mail bestätigte. Trotzdem bleiben wir sehr skeptisch. Auch auf Google Street View ist das Hotel zu finden, es ist also zumindest real. Allerdings haben wir bei dieser Gelegenheit gesehen, dass die Bewertungen auf Google wesentlich schlechter sind, als es auf der Buchungsplattform den Anschein hatte. Zu diesem Zeitpunkt wollten wir dann eigentlich schon auf ein anderes Hotel umbuchen. Noch dazu werde ich vom Hotel, das bisher auf jede Anfrage innerhalb einer Stunde reagiert hatte, geghostet seit ich geschrieben habe, dass der Wortlaut ihrer Nachricht mir einfach zu sehr nach Betrug wirkt und wir deshalb gerne erst bei Ankunft zahlen wollen.

Um uns eventuell die Stornierungsgebühr sparen zu können, da es sich für uns inzwischen relativ offensichtlich um einen Betrugsversuch handelt, haben wir uns dann an den Kundenservice von booking.com gewandt. Antwort der Hotline: man werde eine Anfrage an das Hotel stellen, innerhalb von 24 Stunden würden wir eine Antwort bekommen. Leider hat das Hotel offenbar auch die Buchungsplattform geghostet, was für booking.com allerdings scheinbar keinen Grund zur Beunruhigung darstellt, sondern einfach nur bedeutet, dass wir nicht kostenlos stornieren können, da das Hotel auf Anfragen einfach nicht mehr reagiert und so scheinbar aus dem Schneider ist.

Wir haben uns nun auch noch schriftlich an den sogenannten „Kundenservice“ gewandt, haben aber wenig Hoffnung. Wir haben trotzdem zusätzlich wo anders gebucht, es war uns die zusätzlichen Kosten inzwischen Wert. Ich hoffe, dass dies der einzige große Ärger des Urlaubs bleibt, morgen geht es jetzt einmal los in Richtung Regensburg mit geplantem Zwischenstopp in Gmunden am Traunsee.

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Château Le Schlossberg

Schneeglöckchen

Zwei auf einen Streich

Dies und das, Fotografie

Es liegt zwar schon wieder eine Weile zurück, aber heuer sind mir gleich zwei Dinge, die ich mir für jedes Jahr vornehme, die aber einen zeitlich begrenzten Möglichkeitsrahmen haben, auf einen Streich gelungen. Ich war Bärlauch brocken und bei dieser Gelegnheit habe ich Schneeglöckchen fotografiert.

Das mit dem Bärlauch habe ich letztes Jahr auch hinbekommen, die Schneeglöckchen verpasse ich aber seit Jahren. Man wartet darauf, dass der Winter endlich vorbei ist und wenn man endlich das Gefühl hat, es könnte jetzt langsam Frühling werden, ist das mit den Schneeglöckchen schon wieder vorbei.

Dabei finde ich diese ersten Frühlingsboten absolut bezaubernd. Lange wusste ich nicht, dass es sogar über 20 natürlich vorkommende Arten von Schneeglöckchen gibt. Heuer habe ich sie, wie gesagt, erwischt.

Für den Bärlauch habe ich meinen ganz speziellen Spot, der auch deshlab speziell ist, weil ihn mir meine Oma gezeigt hat. Der Familienspot sozusagen, dessen genaue Position von Generation zu Generation weitergegeben wird. Praktischerweise erreicht man ihn gut mit dem Fahrrad und meine Tochter kann nun auch schon die insgesamt etwa 25km schaffen, die der Weg hin und zurück insgesamt etwa ausmacht.

Die Wiener Lobau zeigt sich um diese Jahreszeit noch unscheinbar, ist mit dem Rad aber gut befahrbar. Mittlwerweile ist auch wirklich gut ausgeschildert, welche Wege für Fahrräder zugelassen sind und welche nicht, meine anfängliche Angst, unabsichtlich auf einen „verbotenen“ Weg abzuzweigen, hat sich also als unbegründet herausgestellt. Diese Wege sind dann auch mit Anhänger gut nutzbar, es muss also niemand zu Hause bleiben, auch der Einjährige nicht.

Bärlauch gab es dann auch reichlich, die Gefahr der Verwechsluing mit anderen Pflanzen ist, wenn man sich ein wenig auskennt, eigentlich eher gering, außerdem wachsen diese an meinem speziellen Spot nicht.

Bei diesem Ausflug habe ich dann auch gemerkt, dass mein Sohn ein absolutes Waldkind ist. Einmal im Wald platziert, stapfte er ohne Scheu einfach drauf los, mal hierhin, mal dorthin, und wollte alles entdecken. Er hat auch selbst schon ein bisschen geerntet und brav ins Sackerl gelegt. Das aus der Ernte entstandene Pesto hat ihm dann auch sehr gut geschmeckt.

One more round

Dies und das

Heute war die ganze Familie beim Augartenlauf. Meine Tochter lief 1km, mein Partner 5km und ich die 10km.

In Retrospektive war der Vormittag für uns alle halbwegs erfolgreich, begann aber mit einer ärgerlichen Panne. Weil die Tochter Bauchweh hatte, war sie eher langsam. Damit meine ich, sie war so langsam, dass alle anderen bereits außer Sichtweite waren und wir deshalb, endlich im Ziel angekommen, nicht mitbekommen hatten, dass alle anderen Kinder eine zweite Runde liefen.  Bis wir den Fehler bemerkten, vergingen sicher drei Minuten. Wir liefen dann die zweite Runde auch noch.

Ich bin mit meiner Zeit nur halb zufrieden. Es ist eine solide Zeit in Anbetracht der Tatsache, dass ich, mal wieder, nicht ganz so viel trainiert hatte wie geplant. Ich hatte mir aber eigentlich zum Ziel gesetzt, meine diesjährige Zeit beim Frauenlauf zu unterbieten, war aber im Endeffekt sogar eine halbe Minute langsamer.

Die Tochter lief übrigens unerwartet beinahe die ganze letzte von vier Runden bei mir mit. Das Bauchweh war wohl weg. Etwa 1,5km werden das schon gewesen sein. Damit hat sie sich ihre Finisher-Medaille mehr als verdient.

Ich habe eine solche übrigens nicht bekommen. Der Veranstalter hatte 18 Medaillen zu wenig, es waren keine mehr übrig. Ich war wohl einfach zu langsam.

Venedig 2025 – Die Biennale

Fotografie, Reisen

Wer schon einmal bei der Biennale in Venedig war, hat am eigenen Leib erlebt, dass es sich dabei nicht bloß um eine Ausstellung handelt, sondern viel mehr um eine Erfahrung. Die Biennale ist… einfach die Biennale.

Bei der Biennale di Venezia handelt es sich eigentlich um eine internatinale Kunstausstellung, die seit 1895 alle zwei Jahre in Venedig stattfindet. Seit 1980 findet in den jeweils anderen Jahren am selben Gelände die Biennale Architettura statt.

Ich selbst war das erste mal 2013 in Venedig und damals bei der Kunstbiennale, die mich auf Anhieb beeindruckt hat. 2016 bin ich dann bei meiner zweiten Venedigreise eigentlich zufällig in die Architekturbiennale gestolpert (siehe Biennale die Erste). Und da wären wir schon bei einem der Aspekte, die mich an der Biennale so begeistern – sie begegnet einem ganz unerwartet.

Neben den beiden Hauptschauplätzen, den Giardini und dem Arsenale, ist die Ausstellung nämlich auf zahlreiche Orte in der ganzen Altstadt verteilt. Man biegt um die Ecke und – plötzlich Biennale. So ging es mir bei meinem letzten Besuch auch mit den fliegenden Inseln Islands, die mitten in der Stadt in einem ehemaligen Wohnhaus untergebracht waren. So ging es uns auch heuer, als wir mitten in einem unscheinbaren und ganz und gar nicht touristischen Wohnviertel ganz plötzlich auf die Biennale stießen:

Was mich an der Biennale aber richtig begeistert, ist die Atmosphäre. Jedes teilnehmende Land kann einen eigenen Pavillion in den Giardini, einen eigenen Raum im Arselnale oder an einem der anderen Standorte gestalten. Dabei kommt auch bei der Architekturbiennale der künstlerisch-kreative Aspekt nicht zu kurz. Nicht selten betritt man einen der Ausstellungsräume und denkt sich einfach einmal „wow“.

Andere Räume sind hingegen wesentlich konventioneller gestaltet und erinnern eher an klassische Ausstellungen. Nimmt man sich die nötige Zeit, erfährt man nicht nur einiges über Architektur, sondern erhält Einblicke in spannende aktuelle Architekturprojekte auf der ganzen Welt, sowie innovative und ambitionierte Ideen für die Zukunft.

Hat man sich dem wahren Geist der Biennale einmal vollständig geöffnet, ihre Atmosphäre als Teil der eigenen Wirklichkeit akzeptiert und ist mit ihr eins geworden, ist man auf eine beinahe absurde Art absolut begeistert, wenn sich jemand traut, als Exponate nichts als einen Stapel Sessel und einen klapprigen Ventilator zur Schau zu stellen.

Ja, das ist es, was die Biennale mit einem macht.
Zum Schluss hier noch einige Eindrücke von 2025 und für Interessierte gibt es noch einige Fotos von 2016.

Die komplette Reise (Venedig 2025):
Die Anreise mit dem Nightjet
Der erste Tag
Burano
Glaskugel in Burano
Die Biennale

Venedig 2025 – Glaskugel in Burano

Fotografie, Reisen

Um auf der Insel Burano Fotos mit der Glaskugel zu machen, habe ich diese extra nach Italien mitgenommen. Die Kugel mit 10cm Durchmesser wiegt immerhin 1,3kg, ich hoffte also wirklich, dass es das wert sein würde. Und tatsächlich boten die Reihen bunter Häuser links und rechts der Kanäle ein herrliches Glaskugelmotiv.

Ich verwende die Kugel ja, unter anderem wegen ihres Gewichts, eher selten. Vielleicht gönne ich mir doch irgendwann die Mini-Variante mit 4cm.

Die Fotos mache ich mit meinem Handy, einem Samsung S22 Ultra, denn mit der Spiegelreflexkamera bin ich, so fern ich nicht zusätzlich noch das Stativ mit mir herumtrage, viel zu nah. Außerdem lässt es sich mit dem Handy wesentlich einfacher einhändig fotografieren. Der Vorteil des Stativs ist hingegen, dass man nicht jedes Mal seine Hand am Foto hat. Den Glasständer unter der Kugel kann man mit etwas Glück und Geschick sogar ganz wegretouchieren.

Meine führeren Versuche mit der Glaskugel kann man hier sehen:
Glaskugel Runde 1
Haus im Glas

Die komplette Reise (Venedig 2025):
Die Anreise mit dem Nightjet
Der erste Tag
Burano
Glaskugel in Burano
Die Biennale