On the Road

Fotografie

Schon seit geraumer Zeit hatte ich die Idee für eine Bildserie, die vom Beifahrersitz aus entstehen sollte.
Da schaut man ja oft aus dem Fenster und starrt in die Landschaft und plötzlich bietet sich einem eine wunderschöne Aussicht, die man unbedingt schnell festhalten möchte, bevor man wieder daran vorbei ist, was oft schneller geht, als einem lieb ist.

Man zückt dann also so schnell es geht sein Handy, visiert durch die dreckigen Scheiben das Motiv an und versucht, aus dem fahrenden Auto ohne großes Trara ein Foto zu schießen.

Genau diese Stimmung wollte ich festhalten. Es ging also nicht um perfekt aufgenommene Fotos, sondern um genau dieses Improvisierte, dieses Schlampige. Mit einer HDR-Software (Ich habe Aurora HDR 2018 verwendet) wollte ich die Fotos dann qualitativ ein wenig aufwerten und einen leichten Vintage-Touch hinzufügen.

Die Fotos, mittlerweile habe ich schon einige gemacht, werden tatsächlich großteils nicht gut. Oft liegt das tatsächlich an der bereits erwähnten dreckigen Scheibe, die scheinbar obligatorisch bei jedem Auto vorhanden ist, in dem ich sitze. Manchmal liegt es an schlechter Belichtung, der hohen Geschwindigkeit oder daran, dass ich aus mir im Nachhinein nicht mehr bekannten Gründen den Zoom aktiviert hatte.

Im Endeffekt habe ich bis jetzt genau ein Bild herausbekommen, mit dem ich absolut zufrieden bin – und es auf Anhieb war. Weitere Versuche, in die ich einiges an Zeit investiert habe, erzielten nicht diesen Begeisterungseffekt. Ich habe mich deshalb entschlossen, diesen Beitrag auf dieses eine Bild zu beschränken, nach dem Motto „Qualität vor Quantität“.

Als Fotograf muss man eben auch mal damit leben, dass man gerade viel Zeit in die Erkenntnis investiert hat, dass das ein oder andere Foto einfach nicht so viel Potenzial hat, wie man es sich vorgestellt hat. Da helfen alle Filter der Welt nicht.

Weitere mit Aurora HDR 2018 bearbeitete Bilder gibt es hier.

Flora am Schneeberg (part 2)

Fotografie

(Hier geht es zu part 1)

Pflanzen zu bestimmen, kann Spaß machen. Es kann aber auch sehr frustrierend sein. Vor Allem, wenn man im Vorfeld nicht daran gedacht hat, die Pflanze auf eine Weise zu fotografieren, die alle Eigenschaften erkennen lässt. Wenn sich zwei Unterarten einer Blütenpflanze nur durch die Blatt- oder Wuchsform unterschieden, man aber nur die Blüte abgelichtet hat.

Das nette an www.naturbeobachtung.at ist, dass im Idealfall die eigenen Bestimmungsversuche von jemandem bestätigt werden, der sich besser auskennt als man selbst. Bestätigt oder auch widerlegt. So stellte sich meine Zwerg-Glockenblume vom letzten Beitrag als Scheuchzer-Glockenblume heraus und mein Zottiges Habichtskraut als Wollkorb-Habichtskraut.

Ob das Bestimmen von Pflanzen ohne großartige Vorkenntnisse eine Beschäftigung ist, der ich langfristig nachgehen werde, habe ich noch nicht entschieden. Es wird wohl auf die lange Liste der Dinge kommen, ich ich einfach in zufälligen Abständen mal mache aber nicht ernsthaft verfolge.

Hier jedenfalls noch vier weitere Exemplare von Blütenpflanzen am Schneeberg:

Der erste Teil des Beitrags: Flora am Schneeberg (part 1)

Flora am Schneeberg (part 1)

Fotografie

(Hier geht es zu part 2.)

Bei unserer Wanderung über den Schneeberg (Niederösterreich) letzten Sonntag (siehe hierzu den Beitrag Rad und Zahnrad) habe ich quasi als „Sidequest“ zum Gipfelsturm eine Auswahl an verschiedensten Blütenpflanzen fotografiert.

Zu Hause habe ich mich dann bemüht, sie alle richtig zu bestimmen. Meine Funde habe ich auch auf www.naturbeobachtung.at eingetragen.

Alle Bilder sind mit der Canon EOS 600D aufgenommen, teilweise mit einem Standardzoom (18-55mm), großteils aber mit meinem Teleobjektiv (55-250mm).

Weiter zum zweiten Teil: Flora am Schneeberg (part 2)

Glaskugel Runde 1

Fotografie

Nachdem sie schon lange auf meiner Wunschliste stand, habe ich mir nun so eine Glaskugel gegönnt. Ich habe mich für einen Durchmesser von 10cm entschieden, da die Kugel dann noch angenehm in meine Kameratasche passt. Allerdings wiegt die Kugel mehr als ich angenommen hatte, ob ich sie also nun in mein Standardequipment aufnehme oder nur zu einzelnen Fotoausflügen mitnehmen werde, habe ich noch nicht endgültig entschieden.

Beim ersten Bild habe ich mich dann gleich ein wenig bei der Bearbeitung gespielt und den Ständer wegretuschiert, auf dem die Kugel auflag. Außerdem habe ich, wo es möglich war, störende Reflexionen und helle Flecken im Hintergrund entfernt und den Hintergrund ein wenig aufgehellt, um die Kugel noch stärker hervorzuheben.

Das originale Bild kann man unten sehen.

Insgesamt hat mir dieses erste Experiment viel Spaß gemacht. Die Glaskugel lässt sich mit dem mitgelieferten Sockel auch auf das Kamerastativ stellen, allerdings dort nicht befestigen, weshalb die Angst vor dem Sturz stets präsent war. Dennoch entpuppte sich das Stativ als unentbehrlich, um die Kugel auf einer geeigneten Höhe platzieren zu können.

Unten sieht man noch eine weitere Aufnahme, bei der ich den störenden Mistkübel und ebenfalls einige helle Flecken in GIMP nachträglich entfernt habe.

Feuerwerk

Dies und das, Fotografie

Mit meinen Feuerwerksfotos bin ich heuer (schon wieder) nicht ganz zufrieden.

Es war ja eine Offenbarung, als mir vor mittlerweile vielen Jahren ein Hobbyfotograf erklärt hat, dass man Feuerwerke am besten mit hoher Belichtungszeit aufnimmt und dass man diese auf meiner Canon-Kamera sogar bis auf BULB weiterdrehen kann, da belichtet die Kamera, solange man den Auslöser gedrückt hält.

Jahrelang habe ich es dann hinausgezögert, mir endlich ein Stativ zuzulegen und die Kamera auf allen möglichen Oberflächen wie zum Beispiel dem Balkongeländer stabilisiert. Das war nicht das Wahre.

Nachdem letztes Jahr dank dichtem Nebel zwar viel Lärm zu hören aber kein einziges Feuerwerk zu sehen war, hatten wir heuer wieder klare Sicht – und ich endlich ein Stativ.

Leider hat mir dafür ein anderer Parameter hineingepfuscht, und zwar der Wind. Es war mir nicht möglich, die Kamera ruhig zu halten. Schraubte ich die Kamera auch noch so fest ans Stativ – dieses zitterte als ganzes mit.

Um das Verwackeln beim Auslösen zu vermeiden, bin ich übrigens mittlerweile von BULB wieder ein wenig abgekommen und belichte lieber mit 5 bis 15 Sekunden. Wenn nicht gerade ein Sturm über den Balkon zieht, kann man so, in Kombination mit Fern- oder Selbstauslöser ein recht scharfes Bild bekommen.

Ich präsentiere hier nun einfach ein best-of meiner Fotos.

Und hier noch eines mit Potenzial als Desktop-Hintergrund:

Urlaub am Achensee (Lieblingsfotos)

Fotografie

Diese Woche poste ich direkt aus dem Urlaub, deshalb sind die Fotos komplett unbearbeitet – und beide mit dem Handy aufgenommen, denn die Kamerafotos werden erst nach der Rückkehr durchgesehen.

Mein absoluter Favorit ist dieses Panorama, aufgenommen am Wanderweg von Achenkirch zur Gaisalm. Der See selbst bietet bereits ein idyllisches Motiv, das hier um einen Blick auf den Wanderweg ergänzt wird. Dadurch wird das Bild gleichzeitig lebendig und persönlich, denn es stellt nicht nur einen wunderschönen Ort dar, sondern erzählt eine Geschichte über einen tollen Ausflug.

Ebenfalls außerordentlich zufrieden bin ich mit diesem für Instagram im Format 1:1 aufgenommenen Blick von der Bergstation der Karwendel-Seilbahn. Der See bildet das Hauptmotiv und befindet sich zentral im Bild. Das Motiv wird von drei Seiten eingerahmt, links durch die Baumgruppe, unten durch die Blumenwiese und rechts durch die Stützen der Seilbahn. Diese Umrandung unterstreicht das quadratische Format, im Gegensatz zu einem erst nachträglich zugeschnittenen Bild.

Nachdem ich mein das Bild auf Instagram gepostet hatte, war ich sicher, es würde eins von hunderten exakt identer Fotos sein, weil das Motiv einfach perfekt für Instagram ist. Doch ganz so offensichtlich dürfte es wohl doch nicht sein, denn eine – zugegebenermaßen flüchtige – Suche ergab keine Treffer. Vielleicht hatte ich also tatsächlich Glück, dieses Motiv zu entdecken.

Hier noch ein Link zu meinem Instagram-Profil: Munakchree

Farbakzente

Fotografie

Inspiriert durch eine Plakatserie, auf die ich im Eingangsbereich eines Wohngebäudes gestoßen bin, ist diese interessante Reihe von Bildern entstanden. Die ursprüngliche Idee war es, Aufnahmen mittels gerader Linien scharf in farbige und monochrome Bereiche zu teilen. Die verwendeten Motive wurden gezielt mit dieser Motivation ausgewählt.

Gearbeitet wurde im Bildbearbeitungsprogramm GIMP mit mehreren Ebenen, bei denen jeweils unterschiedliche Kontraste eingestellt wurden. Mittels Ebenenmasken wurden Teile der Ebenen transparent gemacht und so die unterschiedlichen Bereiche in den Bildern erzeugt.

Die erste Aufnahme entstand am Wiener Reumannplatz. Die Grünfläche bot sich für eine Unterteilung in einen farbigen und einen schwarz-weißen Bereich auf Anhieb an, da nur ein Teil mit bunten Blumen bepflanzt war und die Linie zwischen diesem und dem blütenlosen Teil sofort ins Auge sprang. Entlang dieser Linie wurde dann auch die Grenze zwischen den beiden Bildbereichen gezogen.

Durch den starken Kontrast zwischen bunt und farblos, zwischen üppigen Blüten und karg bepflanztem Boden, zwischen großen Bäumen und nackten Stahlträgern, entsteht der Eindruck, dass die beiden Aufnahmen in ihrer Entstehung zeitlich weit auseinanderliegen. Dabei handelt es sich in Wahrheit um ein und dieselbe Aufnahme, die bis auf die vollständige Entsättigung des linken Bildbereichs nicht bearbeitet wurde.

Die zweite Aufnahme zeigt einen Feuerfisch im Aquarium des Schönbrunner Tiergartens in Wien.

Die Linien, die den mittleren Bereich vom monochromen Hintergrund abgrenzen, sind parallel zur Bewegungsrichtung des Fisches, sowie zur gedachten Kante der Schwämme gezogen, an denen der Fisch vorbeischwimmt. Um das Bild lebendiger zu machen und etwas Tiefe zu verleihen, wurde der farbige Bereich um die beiden am oberen Rand herausragenden Schwämme erweitert.

Der Kontrast im mittleren Bereich ist sehr stark erhöht, während er im Hintergrund beinahe auf das Minimum reduziert wurde. Gleichzeitig wurde der Farbton der monochromatischen Bereiche leicht ins Gelbliche verschoben, um mit der Farbe der gelben Schwämme im Vordergrund zu harmonieren.

Bei dieser letzten Aufnahme, die ebenfalls im Schönbrunner Tiergarten entstand, ließ ich mich durch das wilde Treiben im Flamingo-Gehege zu einem hemmungslosen Experimentieren mit Kontrasten hinreißen.

Bei diesem Bild gibt es keine scharfe Trennung der Bereiche, dennoch hebt sich der quietsch-bunte Vordergrund eindeutig vom stark entsättigten Hintergrund ab. Um den Gegensatz noch weiter ins Extreme zu treiben und dem Hintergrund mehr optische Ruhe zu verleihen, wurden die Farbtöne des Gebäudes in Richtung Grün verschoben und auch der überbelichtete und somit beinahe weiße Himmel wurde mit dem Pinsel in einem pastelligen Grün eingefärbt.

Im Gegensatz dazu ist der Vordergrund voller Farbe und Bewegung, der Kontrast ist hier auf einem Maximum. Um das Wasser im Vordergrund blau einzufärben, wurde eine dritte Ebene mit stark veränderten Farbtönen eingefügt.

Das entstandene Bild zieht mit seinen knalligen Farben sofort den Blick auf sich. Der extreme Gegensatz zwischen Vorder- und Hintergrund lässt den Blick immer wieder hin- und herspringen. Wie bereits in der ersten Aufnahme hat es auch hier den Anschein, als wären zwei unterschiedliche Aufnahmen zu einer zusammengefügt worden. Durch die starken Kontraste und die veränderten Farbtöne ist der Effekt bei den Flamingos allerdings noch viel stärker.

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis dieses Experiments sehr zufrieden, die Bearbeitung der Bilder und das Ausprobieren verschiedener Einstellungen hat auch riesigen Spaß gemacht.

Der Vollständigkeit halber und um einen Vergleich zu ermöglichen, hier die Originalbilder:

Farbenspiel

Fotografie

Da sich in letzter Zeit einfach keine Ausflüge mit Kamera ergeben haben, widme ich mich diese Woche einem Bild, das schon länger in meiner Ablage auf den Auftritt im Rampenlicht wartet.

Von dem Bild geht eine gewisse Spannung aus. Dies liegt wohl an den Gegensätzen, die hier bewusst zum Einsatz kommen. Während das hintere Gebäude mit rechten Winkeln und sich ständig wiederholende Mustern aufwartet, zeichnet sich der vordere Komplex durch zahlreiche Kurven und eine unregelmäßige Stufenform aus.

Das große Haus präsentiert sich beinahe symmetrisch im Bild und lässt reichlich Platz für den einfärbig blauen Himmel, während sich das andere Gebäude beinahe gewaltsam ins Bild drängt und – wie sollte es anders sein – in den Vordergrund.

Je länger man das Motiv betrachtet, umso mehr gewinnt man den Eindruck, das Bild sei eigentlich aus zwei verschiedenen Fotos zusammengesetzt.

Man darf sich fragen, ob der Architekt beim Entwerfen dieses ungleichen Paares ähnliche Gedanken hatte wie ich beim Bearbeiten des Fotos.

Die Bearbeitung

Der Bildausschnitt war bereits bei der Aufnahme gut gelungen. Allerdings musste ich auf der linken Seite den Kran retuschieren, was einfach war, andererseits musste ich den Ast entfernen, der mir rechts oben ins Bild geraten war. Dies stellte sich als etwas schwieriger heraus, da ich hier auch die Fassade des Gebäudes bearbeiten musste.

Unterschiedliche Kontraste

Obwohl ich mit dem Bild an und für sich zufrieden war, spielte ich ein wenig mit den Einstellungen. Ich wollte sehen, was diese starke Motiv, das vor Allem von den bildfüllenden, sich immer wiederholenden geometrischen Mustern lebt, noch zu bieten hatte.

So erstellte ich zunächst eine Version mit sehr niedrigem Kontrast. Diese wirkt unvergleichlich viel sanfter als das Original, der sandfarbene Hintergrund anstelle des blauen Himmels harminiert mit dem Hellgrau des Gebäudes, der Anblick beruhigt.

Die Version mit stark erhöhtem Kontrast verleiht dem Motiv einen surrealen Touch. Die Funktion des Objekts rückt in den Hintergrund, dominierend sind die rosarot hervorstechenden Rechtecke, die in ihrer perfekten Regelmäßigkeit beinahe schon bedrohlich wirken. Dem gegenüber haben die verspielten Kurven im Vordergrund die Farbe von Wasser angenommen und erinnern an Wellen.

Stark reduzierter Kontrast
Hier wurde der Kontrast beinahe auf das Maximum erhöht

Das Spiel mit der Farbe

Die überraschende Farbgestaltung des letzten Bildes, die sich alleine durch die Erhöhung des Kontrastes fast bis zum Anschlag ergeben hat, inspirierte mich zum Experimentieren mit den Farbtönen. Entstanden ist eine Serie, die ein wenig an Andy Warhol erinnert.

Dem Effekt kommt zugute, dass das Bild nur durch zwei Farben dominiert wird, die des Gebäudes und die des Himmels. So kann man sich auf das Zusammenwirken dieser beiden Farben konzentrieren und dazwischen Akzente setzen.

Tulpen gießen

Fotografie

Nicht selten sind es die ungeplanten Schnappschüsse, die es auf die Liste der Lieblingsaufnahmen schaffen. Während ich meine Kamera gerade auf ein ganz anderes Motiv gerichtet hatte, drehte ich mich nur kurz um und bemerkte, wie konzentriert meine Tochter gerade dabei war, die Tulpen auf unserem Balkon zu gießen.

Ich wollte den Moment festhalten, das aufgesetzte Teleobjektiv zwang mich zu einem gewagten Bildausschnitt, der sich aber beim späteren Durchsehen der Fotos als genau richtig herausstellte.

Sofort wird der Blick von der knallgelben Gießkanne angezogen und dann mit dem aus der Tulpe fließenden Wasser nach unten geleitet, wo er vom Grün der Blätter eingefangen und zum oberen Bildrand geführt wird, wo man erst jetzt den konzentrierten Blick des Mädchens bemerkt.

Die Farbkombination aus gelb, rot und grün wirkt harmonisch, gleichzeitig neutralisiert das sanfte Grün der Blätter das knallige Gelb der Gießkanne. Außerdem bietet das begrünte Beet einen perfekten Hintergrund, um dem Motiv im Vordergrund einen geeigneten Kontext zu geben.

Durch den Bildausschnitt, auf dem das Gesicht nur ganz am Rand zu sehen ist, rückt die Tätigkeit des Gießens in den Fokus des Motivs, während der Person, die die Handlung ausführt, nur eine Nebenrolle zukommt. Das gerade im Moment des Auslösens herabrinnende Wasser bringt Bewegung ins Bild und erweckt den ganz richtigen Eindruck eines spontan eingefangenen Moments.

Während die Gießkanne sich ganz klar im Zentrum des Bildes befindet, nimmt das Mädchen den linken Teil des Bildes ein, während das noch jungfräuliche Blumenbeet den rechten Teil beansprucht. Der Rand des Beetes verläuft ziemlich genau entlang des rechten Drittels des Bildes, was für eine dem Auge angenehme Aufteilung sorgt. Zusätzlich befindet sich auch die waagrechte Kante der Einfassung genau auf der Höhe eines Drittels.

Das Bild wurde, bis auf das Wasserzeichen, in keiner Weise nachbearbeitet, sowohl der Augenblick selbst, als auch die Farben und der Kontrast waren in dem Bild einfach perfekt eingefangen. Auch nachträgliches Zuschneiden war nicht nötig.
Ein solch gelungener Schnappschuss ist tatsächlich eine Seltenheit, umso größer ist dann die Freude, wenn man unter den Aufnahmen des Tages ganz unerwartet so ein Juwel findet.

Ein Tag im Zoo

Fotografie

In den Zoo zu gehen wird für mich nie langweilig. Vor Allem seit ich meine Spiegelreflexkamera habe. Dank der günstigen Jahreskarte habe ich auch kein Problem damit, eine halbe Ewigkeit vor einem einzigen Gehege zu verbringen.
Das war früher anders, mit der Tageskarte hetzte ich immer nur von einem Tier zum nächsten, um nur ja keines auslassen zu müssen, bevor mich entweder die Müdigkeit oder die Sperrstunde einholte.

Besonders positiv fiel mir diesmal das Fehlen der Menschenmassen auf. Zum Teil wohl dem Wochentag (Freitag, anstatt wie üblich Sonntag) geschuldet, zu großen Teilen wohl dem virusbedingten Fernbleiben der Touristen zu verdanken.

Kurz gesagt: Zeit ohne Ende und freie Sicht, da freut sich das Fotografenherz.

Der Flamingo

Bei diesem Bild hatte ich einfach Glück. Denn es wurde, gebe ich zu, ganz umstandslos mit dem Automatikmodus aufgenommen und in keiner Weise nachbearbeitet. Manche Aufnahmen gelingen einfach auf Anhieb,
Was meiner Meinung nach an diesem Bild fesselnd wirkt, ist der ernste Blick des Vogels. Auch lenkt nichts vom mittig positionierten Kopf des Tieres ab, da der Hintergrund in einem gleichförmigen Grün verschwimmt.

Auch, die Kombination der Komplementärfarben Rot und Grün kommt hier gelegen und sorgt dafür, dass man diese Aufnahme gerne lange anschaut.

Die Entenmutter

Bei der Aufnahme der liebevollen Entenmutter, habe ich den Bildausschnitt dem goldenen Schnitt angepasst, was für eine natürlich ansprechende Bildkomposition sorgt. Das Schilf nimmt genau die linken zwei Drittel des Bildes ein, während das Muttertier gerade bis zu zwei Drittel des rechten Bildabschnitts hinaufreicht.
Die beiden Küken, die im Moment der Aufnahme freudig auf die Mutter zuschwimmen, sind genau auf den Linien des goldenen Schnitts platziert.

Familienglück

Beim Ablichten der Gibbonfamilie habe ich versucht, die Zuneigung zwischen Mutter und Kind einzufangen. Das Junge ist immer wieder auf den nahe gelegenen Baum geklettert, aber stets nach kurzer Zeit zur Mutter zurückgekehrt. Offenbar sehnte es sich nach der Berührung, kurz nach dem Entstehen dieser Aufnahme kuschelte sich die ganze Familie eng umschlungen in die Astgabel.

Bei der Wahl des Bildausschnitts habe ich die Familie ins Zentrum des Bildes gesetzt. Die Äste rahmen das Bild von allen Seiten ein und verleihen der Situation eine gewisse Intimität.
Das im Vordergrund hängende Seil verläuft genau diagonal zur linken oberen Ecke des Bildes und wirkt dadurch auf den Betrachter wie ein stimmiger Teil der Komposition.

Das Flusspferd

Hier habe ich versucht, dem Bild etwas mehr Spannung zu verleihen, indem ich das Ufer im Vordergrund gerade so abgeschnitten habe, dass man das Gefühl bekommt, direkt vor dem Tier zu stehen. Auch sind alle Hinweise verschwunden, dass die Aufnahme in einem Zoo entstanden ist.
Der Betrachter kann sich also vorstellen, dass das Bild in freier Wildbahn und aus nächster Nähe geschossen worden wäre.

Der Babyelefant

Endlich sieht man ihn mal „in echt“, den berüchtigten Babyelefanten, der zwischen jeweils zwei Personen Platz finden soll. Hier läuft er freudig der Mama hinterher, die sich auf den Weg zum Futterplatz gemacht hat.

Die rechte Hälfte des Bildes ist leer, das wird aber dadurch ausgeglichen, dass der Elefant quasi in das Bild hineinläuft. Man vermisst also nichts in dieser Aufnahme, weiß man doch, dass der noch leere Platz im nächsten Moment von dem vergnügten Elefantenjungen eingenommen werden wird. Wenn man die Situation, in der das Foto entstanden ist, nicht kennt, fragt man sich, das das Kalb wohl rechts des sichtbaren Bildausschnitts entdeckt haben mag.

Huckepack

Auch bei den Kattas gab es Nachwuchs. Hier zum Abschluss ein klassisches Tierbild mit zentriertem Motiv. Beide Tiere schauen in die Ferne, als würden sie die Zoobesucher genauso beobachten, wie diese ihrerseits die Tiere betrachten. Die Kattas waren dankbare Modelle, da sie sich in der brütenden Mittagshitze kaum bewegten.

Der nächste Ausflug in den Zoo folgt bestimmt bald. Ich habe mir ja den Besuch einiger Gehege für das nächste, hoffentlich ebenso entspannte mal aufgespart.