Toulouse 2026 – Ein Tag in Paris (Teil 1)

Fotografie, Reisen

Am vierten Tag unserer Reise waren wir schließlich endlich in Paris. Unsere Tochter hatte schon seit Monaten unbedingt den Eiffelturm sehen wollen. Dementsprechend wurde aus dem „Wann sind wir da?“ im Auto dann ein „Wo ist der Eiffelturm?“ während des Vormittags in der französischen Hauptstadt. Paris hat ihr aber allgemein sehr gut gefallen.

Da wir nicht mit dem Auto durch Paris fahren wollten, haben wir ein Hotel etwas außerhalb in der Stadt Noisy-le-Grand gebucht. Von dort kann man mit der Schnellbahn und dann nach Bedarf mit der Metro in die Innenstadt fahren.
Sowohl Fahrzeit also auch Ticketpreise sind völlig in Ordnung, wir haben es nicht bereut, diese Variante dem Auto vorgezogen zu haben.

Die erste Sehenswürdigkeit auf unserer Route war die Kathedrale Notre-Dame de Paris. Vom Großbrand im Jahr 2019 sind zumindest äußerlich keine Spuren mehr erkennbar. Das Innere der Kathedrale haben wir ob der Warteschlange quer über den Platz auf einen anderen Aufenthalt verschoben.

Zwei weitere Must-Sees für Tagestouristen sind natürlich die Pyramide des Louvre und der Arc de Triomphe du Carrousel gleich daneben, der zwar nur in etwa halb so groß wie sein berühmter Nebenmann, aber dennoch sehr beeindruckend ist.

Das Vierergespann am Dach ist übrigens eine Replik der Pferde am Markusplatz in Venedig (mittlerweile ebenfalls eine Replik, das Original steht dort im Dommuseum). Es gibt einen Grund dafür, warum mir die Pferde ins Auge gesprungen sind. Zufällig habe ich erst kürzlich das Buch „Unter dem Halbmond“, einen Reisebereicht des preußischen Offiziers Helmuth Graf von Moltke aus den Jahren 1835 bis 1839 gelesen, wo ebendieses Vierergespann vorkommt. Lange bevor Napoleon es aus Venedig geraubt hatte, war es im Zuge des vierten Kreuzzuges 1204 aus Konstantinopel geraubt worden. Der Ursprung des Vierergespanns ist bis heute nicht geklärt, wird aber irgendwo zwischen 400 v. Chr. und 200 n. Chr. irgendwo im Bereich Rom oder Griechenland angenommen. Ich mag es, wenn Wissen, dass man aus Büchern hat, einem plötzlich in der realen Welt begegnet.

Auch den Louvre haben wir nebenbei bemerkt nur von außen gesehen, für eine komplette Besichtigung bräuchte man mehrere Tage.

Als nächstes kamen wir an einem riesigen Heißluftballon vorbei, allerdings an keinem echten. Naja, halbecht. Der offizielle Name dieser Installation ist Vasque des Jeux Olympiques et Paralympiques de Paris 2024 und sie war Teil des Staffellaufs für die olympischen Sommerspiele 2024. Heute besteht die „Flamme“ aus beleuchtetem Wassernebel, sieht aber auf den ersten Blick sehr echt aus. Die besondere Form soll daran erinnern, dass von eben diesem Platz aus, dem Jardin des Tuileries, im Jahr 1783 der erste Flug mit einem Heißluftballon unternommen wirde.

Der Ballon soll hier jeden Sommer bis zu den nächsten olympischen Sommerspielen 2028 stehen und ist kann tatsächlich aufsteigen. Jeden Abend bei Einbruch der Dunkelheit erhebt sich die ganze Installation ein Stück in den Himmel, um kurz darauf wieder abgesenkt zu werden. Hochgehoben wird der „Heißluftballon“ allerdings mit Helium.

Bild: Vasque des Jeux Olympiques. Canon EOS 600D, F/11, 1/320s, ISO-100

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg
Ein Tag in Paris (Teil 1)

Sonnenfinsternis August 2026

Dies und das, Fotografie

Bevor es mit dem Reisebericht von unserer Frankreich-Tour weitergeht, gibt es hier ein Best-of der Aufnahmen, die bei der heutigen Sonnenfinsternis entstanden sind. Um sie zu sehen, mussten wir nicht weit gehen, wir sind einfach zum nahegelegenen Donauufer spaziert. Für die Kamera hatte ich einen einfachen UV-Filter und mein Teleobjektiv.

Toulouse 2026 – Château Le Schlossberg

Fotografie, Reisen

Geworden ist das schließlich die Burg Schlossberg in der kleinen Stadt Forbach. Diese gehörte in der Zeit zwischen dem deutsch-französischen Krieg 1870 und dem Ende des ersten Weltkriegs 1918 zur deutschen Reichsprovinz Elsass-Lothringen, weshalb man an einigen Stellen deutschsprachige Beschriftungen finden kann.

Strasbourg hat uns länger in Beschlag genommen als geplant, weshalb wir eigentlich nicht viel Zeit für einen zweiten Zwischenstopp hatten. Wir hatten uns aber fest vorgenommen, wenn nur irgendwie möglich, mit den Kindern nicht mehr als zwei oder maximal drei Stunden am Stück im Auto zu verbringen. Und so haben wir uns dann doch noch einen kleinen Spaziergang für zwischendurch entlang der Route herausgesucht.

Als Ausflugstipp zeichnet sich der Park rund um die Burg auch deshalb aus, weil sich hier ein riesiger Hochseilgarten befindet. Wir hatten leider keine Zeit, ihn auszuprobieren, konnten uns aber dennoch ein gutes Bild machen. Der Kletterpark erstreckt sich mit zahlreichen Pfaden unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad über den gesamten Hügel und um die Burg herum. Für Kletterfreunde in der Nähe jedenfalls einen Besuch wert.

Von oben hat man außerdem einen guten Ausblick auf ein markantes Bauwerk. Es handelt sich um das Fördergerüst des ehemaligen Kohlebergwerks Siège Simon. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurde hier Kohle gefördert, die Grube wurde zu einer der wichtigsten der Region.

Im Februar 1985 kam es zu einem schweren Unglück, bei dem im Zuge einer Gasexplosion 22 Bergleute ihr Leben verloren. Im Zuge einer darauf folgenden Untersuchung waren zahlreiche Sicherheitsmängel festgestellt worden, weshalb der Bauleiter und sein Stellvertreter wegen Todschlags und fahrlässiger Tötung verurteilt wurden.

Im Dezember 1997 wurde der Kohleabbau in Siège Simon endgültig eingestellt. Das Fördergerüst blieb als Industriedenkmal erhalten und steht unter Denkmalschutz.

Nach der kleinen Wanderung durften sich die Kinder am Fuß des Hügels noch auf dem sehr nett angelegten Spielplatz austoben. Leider waren die öffentlichen Toiletten (sprich Dixi-Klos) alle verschlossen, weshalb wir uns bald auf den Weg machen mussten. Da es leider vor Ort nur ein eher gehobenes Restaurant gibt, das nicht ganz unserer Stimmung entsprach, gönnten wir uns einen kurzen Aufenthalt bei einem McDonald’s entlang der Autobahn. Dabei postiv aufgefallen: das teilweise wieder verwendbare Geschirr. Da könnte man sich in Österreich ja ruhig etwas abschauen.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg
Ein Tag in Paris (Teil 1)

Toulouse 2026 – Das wunderschöne Strasbourg

Fotografie, Reisen

An Tag 3 unserer Reise haben wir endlich die französische Grenze überquert und auch bald unser Hauptausflugsziel dieses Tages erreicht. Und gleich muss ich sagen, Strasbourg ist auf jeden Fall sofort auf meiner Liste der schönsten Städte gelandet, die ich je besucht habe. In den etwa drei Stunden, die wir dort verbracht haben, hatten wir mehr Wow-Eindrücke als man oft in einem ganzen Urlaub hat. Ich muss dazu auch erwähnen, dass ich eigentlich kein Städtereisender bin, normalerweise schaffen es atemberaubende Landschaften, mich von den Socken zu hauen, Städte aber eher nicht. Umso mehr war Strasbourg etwas besonderes für mich.

Wir haben unser Auto in der Nähe des Domplatzes geparkt, diesmal haben wir die Parkmöglichkeiten im Vorfeld etwas genauer recherchiert als noch in Nürnberg, um ein weiteres unnötiges Herumkurven in engen Gassen zu vermeiden. Das Straßburger Münster war also auch die erste Sehenswürdigkeit auf unserer Altstadt-Runde.

Ich muss zugeben, dass ich es mir da mittlerweile einfach mache. Nachdem ich in mehreren Städten immer wieder mühsam und oft erfolglos versucht habe, über eine einfache Google-Suche kurze Spaziergänge zu finden, bei denen man in kurzer Zeit möglichst viel zu sehen bekommt, bin ich nun dazu übergegangen, ChatGPT zu befragen. Ein einfaches „Strasbourg in zwei Stunden“ hat mir in diesem Fall nicht nur eine vorgeschlagene Route, sondern sogar ein, wenn auch ungenaue, Stadtkarte mit eingezeichnetem Weg ausgespuckt.

Das Münster also, im Französischen Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg genannt, wurde im 15. Jahrhundert fertiggestellt und war eine Zeit lang das höchste Gebäude der Welt. Auf den ersten Blick hat es mich sofort an den Wiener Stephansdom erinnert, da bei beiden Kirchen einer der beiden Türme unvollendet geblieben ist. In beiden Fällen war wohl Geldmangel der Grund, auch wenn es zum Stephansdom ja als alternative Erklärung auch die Sage vom Meister Puchsbaum gibt.

Nach einer Umrundung der Kathedrale sind wir in Richtung unseres nächsten Ziels durch die Altstadt geschlendert. Strasbourg hat wirklich viele Facetten und, dass eine Stadt so viele unterschiedliche Eindrücke vermittelt, die jeder für sich genommen Begeisterung hervorrufen, sorgt für die Eingangs erwähnten Wow-Momente und macht die Stadt so einzigartig.

Unser nächster Halt war La Petite France, wo einem, um es einmal ganz frei heraus zu sagen, die Augen herausfallen, weil es dort einfach so schön ist. Ich liebe Fachwerkhäuser und ich liebe Kanäle, hier hat man beides und damit war ich schon verloren an diese Stadt. Das Viertel bietet neben zahlreichen Fotomotiven auch viele Möglichkeiten zum Essen, zum Einkaufen, oder Flanieren.

Unser Weg führte uns bis zu den Ponts Couverts de Strasbourg, vier Türmen, verbunden durch drei Brücken, Teil einer Verteidigungsanlage aus dem 13. Jahrhundert. Der Name („gedeckte Brücken“) kommt daher, dass die Brücken früher Holzdächer besaßen, um die dort stationierten Soldaten bei Angriffen zu schützen.

Man kann die Brücken und Türme sehr gut von der Passage Georges Frankhauser aus sehen, die durch die Barrage Vauban verläuft, welche im 17. Jahrhundert mit der Idee gebaut wurde, im Fall eines Angriffs die Gebiete südlich der Stadt fluten zu können, um dem Feind das Vorankommen zu erschweren. Die Passage ist nach Georges Frankhauser benannt, dem Gründer der Vereinigung „Freunde von Straßburg“.

Strasbourg ist jedenfalls eine Stadt, die mich wiedersehen wird.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg
Ein Tag in Paris (Teil 1)

Toulouse 2026 – Bad Abbach, Augsburg, Ulm

Fotografie, Reisen

Bevor wir am zweiten Tag unserer Reise Bad Abbach verließen wollten wir uns den Heinrichsturm anschauen, der im 13. Jahrhundert gemeinsam mit einer Burganlage  gebaut wurde und von dem niemand genau weiß, wozu er eigentlich gedient hat. Neben dem Turm gibt es einen wirklich tollen Spielplatz, sodass die Kinder sich vor der Autofahrt noch einmal die Beine vertreten konnten.

Wir erreichten schließlich Augsburg, wo wir nur einen kurzen Aufenthalt von maximal zwei Stunden geplant hatten, aus dem aber dann eigentlich fast ein Tagesausflug geworden ist. No regrets though. Augsburg ist eine wirklich schöne Stadt, die auch zum Flanieren einlädt. Neben der schönen Altstadt und dem großen Stadtmarkt gibt es auch moderne Einkaufsstraßen mit zahlreichen Geschäften.

Gegen Mittag haben wir spontan noch die Basilika St. Ulrich und Afra besichtigt und uns dann auf dringenden Wunsch unserer Tochter hin ein Pizza beim Corso Augsburg gegönnt.

Die Altstadt bietet einige Highlights wie das Rathaus (unten) und das Weberhaus (oben), das ehemalige Zunfthaus der Weber, das im Jahr 1939 frei nach Vorlage des Originals komplett neu aufgebaut wurde. Es lohnt sich aber durchaus, einfach in den zahlreichen Seitengassen verloren zu gehen, wie man so sagt, denn es gibt zahlreiche kleine Gänge, Treppen und Hinterhöfe, die einen Besuch wert sind.

Zum Schluss haben wir noch einen Abstecher zur Fuggerei gemacht, eine der ältesten Sozialsiedlungen der Welt aus dem 16. Jahrhundert, die auch heute noch von etwa 150 Menschen bewohnt wird.B

Besonders spannend fand ich die für jeden Eingang individuellen Türklingeln, die früher sicherstellen sollten, dass man auch bei Dunkelheit seine eigene Wohnungstür findet.

Bevor es dann zur Ferienwohnung für diese Nacht ging, haben wir uns noch das Städtchen Ulm angeschaut. Wir waren zwar nur in Ulm und nicht um Ulm und auch nicht drumherum, es war aber trotzdem ein schöner Ausklang des Tages. Der Turm des Ulmer Münsters war zwar bereits geschlossen, wir waren aber gerade noch rechtzeitig da, um das Innere zu besichtigen. Dieses Gebäude war bis zur Fertigstellung der Sagrada Família in Barcelona 2025 die Kirche mit dem höchsten Kirchturm der Welt.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg
Ein Tag in Paris (Teil 1)

Toulouse 2026 – Ein Abend in Regensburg

Fotografie, Reisen

Unsere erste Unterkunft befand sich in der Nähe von Regensburg, weshalb wir dort den Abend verbracht haben. Eine Parkgarage zu finden, war trotz Navi eine Herausforderung. Die Innenstadt ist voller Fußgängerzonen, durch die einen das Navi andauernd durchschicken möchte. Auch fahren immer wieder Autos durch die Fußgängerzonen, was aber möglicherweise daran liegt, dass auch deren Navi sie dort durchschickt. Um die Verwirrung zu steigern, gibt es immer wieder Schilder am Eingang zu Fußgängerzonen, bei denen darunter noch einmal ein eigenes Fahrverbotsschild angebracht ist, während das bei anderen nicht der Fall ist.

Der Dom St. Peter ist wirklich wunderschön, aber ob seiner Größe schwer auf ein Foto zu bekommen, weshalb ich die Weitwinkelfunktion meines Handys verwendet habe. Die Kinder waren froh, nicht mehr im Auto zu sitzen und wollten sich erst mal austoben. Dabei waren die vielen Fußgängerzonen dann wiederum praktisch, wobei tatsächlich immer wieder Autos und auch Autobusse an uns vorbeigefahren sind.

Danach sind wir vorbeispatziert am sogenannten Goliathhaus, an dessen Fassade der berühmte Kampf zwischen David und Goliath zu sehen ist, bis zum alten Rathaus. Von dort ist es nicht weit zum Donauufer und der Steinernen Brücke, dem für den Sonnenuntergang empfohlenen Foto-Hotspot.

An eben diesem Ufer kann man, während man auf den Sonnenuntergang wartet, auch einige Tiere beobachten. Bei den zahlreichen Schwalbennestern fliegen die Vögel pausenlos ein und aus, um die Jungen zu füttern, die sich in den Lehmnestern verbergen. Ein Reiher saß regungslos am Ufer, er wartete wohl ebenfalls auf den Sonnenuntergang.

Auf den Sonnenuntergang zu warten hat sich wirklich ausgezahlt, obwohl es mit den Kindern dann schon ein wenig anstrengend geworden ist. Unser Zweijähriger wäre fast von einem der zahlreichen Radfahrer niedergeführt worden, was für diesen mit einem Beinahe-Sturz endete, er blieb aber freundlich und entschuldigte sich dafür, dass er zu schnell gefahren war.

Von der Brücke aus lassen sich im Abendlicht Fotos schießen, die ausschauen wie aus dem Reiseprospekt. Interessanterweise hat bei einigen Aufnahmen die Automatik der Handykamera den Motiven mehr geschmeichelt als die Spiegelreflexkamera. Deshalb sieht man unten auch ein mit dem Handy aufgenommenes Foto.

Zum Schluss haben wir im Restaurant Wanderlust noch Recht gut gegessen, Ramen und Bananen-Pancakes mit Früchten. Am Ende waren die Kinder dann beide schon sehr müde, es war ja doch schon fast zehn Uhr, und auch die fast Siebenjährige musste zum Auto getragen werden.

Unsere Unterkunft muss ich zum Schluss noch unbedingt lobend hervorheben. Die Ferienwohnung in Bad Abbach (hier Link zur Buchungsseite) war relativ günstig, bietet Platz für vier Personen (zwei Schlafzimmer mit Doppelbett), sie war wirklich geräumig, gut eingerichtet, und die Ankunft funktionierte auch spätabends reibungslos. Wir waren total begeistert.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg
Ein Tag in Paris (Teil 1)

Venedig 2025 – Die Biennale

Fotografie, Reisen

Wer schon einmal bei der Biennale in Venedig war, hat am eigenen Leib erlebt, dass es sich dabei nicht bloß um eine Ausstellung handelt, sondern viel mehr um eine Erfahrung. Die Biennale ist… einfach die Biennale.

Bei der Biennale di Venezia handelt es sich eigentlich um eine internatinale Kunstausstellung, die seit 1895 alle zwei Jahre in Venedig stattfindet. Seit 1980 findet in den jeweils anderen Jahren am selben Gelände die Biennale Architettura statt.

Ich selbst war das erste mal 2013 in Venedig und damals bei der Kunstbiennale, die mich auf Anhieb beeindruckt hat. 2016 bin ich dann bei meiner zweiten Venedigreise eigentlich zufällig in die Architekturbiennale gestolpert (siehe Biennale die Erste). Und da wären wir schon bei einem der Aspekte, die mich an der Biennale so begeistern – sie begegnet einem ganz unerwartet.

Neben den beiden Hauptschauplätzen, den Giardini und dem Arsenale, ist die Ausstellung nämlich auf zahlreiche Orte in der ganzen Altstadt verteilt. Man biegt um die Ecke und – plötzlich Biennale. So ging es mir bei meinem letzten Besuch auch mit den fliegenden Inseln Islands, die mitten in der Stadt in einem ehemaligen Wohnhaus untergebracht waren. So ging es uns auch heuer, als wir mitten in einem unscheinbaren und ganz und gar nicht touristischen Wohnviertel ganz plötzlich auf die Biennale stießen:

Was mich an der Biennale aber richtig begeistert, ist die Atmosphäre. Jedes teilnehmende Land kann einen eigenen Pavillion in den Giardini, einen eigenen Raum im Arselnale oder an einem der anderen Standorte gestalten. Dabei kommt auch bei der Architekturbiennale der künstlerisch-kreative Aspekt nicht zu kurz. Nicht selten betritt man einen der Ausstellungsräume und denkt sich einfach einmal „wow“.

Andere Räume sind hingegen wesentlich konventioneller gestaltet und erinnern eher an klassische Ausstellungen. Nimmt man sich die nötige Zeit, erfährt man nicht nur einiges über Architektur, sondern erhält Einblicke in spannende aktuelle Architekturprojekte auf der ganzen Welt, sowie innovative und ambitionierte Ideen für die Zukunft.

Hat man sich dem wahren Geist der Biennale einmal vollständig geöffnet, ihre Atmosphäre als Teil der eigenen Wirklichkeit akzeptiert und ist mit ihr eins geworden, ist man auf eine beinahe absurde Art absolut begeistert, wenn sich jemand traut, als Exponate nichts als einen Stapel Sessel und einen klapprigen Ventilator zur Schau zu stellen.

Ja, das ist es, was die Biennale mit einem macht.
Zum Schluss hier noch einige Eindrücke von 2025 und für Interessierte gibt es noch einige Fotos von 2016.

Die komplette Reise (Venedig 2025):
Die Anreise mit dem Nightjet
Der erste Tag
Burano
Glaskugel in Burano
Die Biennale

Venedig 2025 – Glaskugel in Burano

Fotografie, Reisen

Um auf der Insel Burano Fotos mit der Glaskugel zu machen, habe ich diese extra nach Italien mitgenommen. Die Kugel mit 10cm Durchmesser wiegt immerhin 1,3kg, ich hoffte also wirklich, dass es das wert sein würde. Und tatsächlich boten die Reihen bunter Häuser links und rechts der Kanäle ein herrliches Glaskugelmotiv.

Ich verwende die Kugel ja, unter anderem wegen ihres Gewichts, eher selten. Vielleicht gönne ich mir doch irgendwann die Mini-Variante mit 4cm.

Die Fotos mache ich mit meinem Handy, einem Samsung S22 Ultra, denn mit der Spiegelreflexkamera bin ich, so fern ich nicht zusätzlich noch das Stativ mit mir herumtrage, viel zu nah. Außerdem lässt es sich mit dem Handy wesentlich einfacher einhändig fotografieren. Der Vorteil des Stativs ist hingegen, dass man nicht jedes Mal seine Hand am Foto hat. Den Glasständer unter der Kugel kann man mit etwas Glück und Geschick sogar ganz wegretouchieren.

Meine führeren Versuche mit der Glaskugel kann man hier sehen:
Glaskugel Runde 1
Haus im Glas

Die komplette Reise (Venedig 2025):
Die Anreise mit dem Nightjet
Der erste Tag
Burano
Glaskugel in Burano
Die Biennale

Venedig 2025 – Burano

Fotografie, Reisen

Die Fahrt mit dem Vaporetto dauert sowohl von der Altstadt, als auch von Lido aus etwas weniger als eine Stunde. Man muss sich allerdings die Abfahrtszeiten anschauen, denn die beiden Bootslinien verkehren nur halbstündlich beziehungsweise stündlich.

Die Insel Burano, welche genaugenommen aus vier Einzelinseln besteht, die durch schmale Kanäle getrennt sind, ist bekannt für die Produktion von Spitzen. Dementsprechend kann man alle möglichen Textilien erwerben, die aber laut Reiseführer, großteils nicht wirklich in Burano gefertigt werden, sondern kostengünstiger andernorts. Originale Burano-Spitze ist sehr teuer. Es gibt außerdem ein entsprechendes Museum, das allerdings Montags geschlossen ist.

Ein weiterer Grund, Burano zu besuchen, sind die charakteristischen farbenprächtigen Häuser, die sich nahtlos aneinander reihen und wunderschöne Fotomotive abgeben. Man kann sich kaum satt sehen und es ist schwer, sich für ein Motiv zu entscheiden, weshalb man die Kamera während eines ersten Stadtrundgangs kaum aus der Hand legen wird. Zwischendurch kann man sich in einem der Zahlreichen Restaurants eine Pause gönnen.

Wer in Venedig ist und einen halben Tag Zeit hat, sollte Burano keinesfalls auslassen. Die Anreise ist übrigens trotz der großen Entfernung im regulären Vaporettoticket bereits inbegriffen.

Die komplette Reise (Venedig 2025):
Die Anreise mit dem Nightjet
Der erste Tag
Burano
Glaskugel in Burano
Die Biennale