Am vierten Tag unserer Reise waren wir schließlich endlich in Paris. Unsere Tochter hatte schon seit Monaten unbedingt den Eiffelturm sehen wollen. Dementsprechend wurde aus dem „Wann sind wir da?“ im Auto dann ein „Wo ist der Eiffelturm?“ während des Vormittags in der französischen Hauptstadt. Paris hat ihr aber allgemein sehr gut gefallen.
Da wir nicht mit dem Auto durch Paris fahren wollten, haben wir ein Hotel etwas außerhalb in der Stadt Noisy-le-Grand gebucht. Von dort kann man mit der Schnellbahn und dann nach Bedarf mit der Metro in die Innenstadt fahren.
Sowohl Fahrzeit also auch Ticketpreise sind völlig in Ordnung, wir haben es nicht bereut, diese Variante dem Auto vorgezogen zu haben.

Die erste Sehenswürdigkeit auf unserer Route war die Kathedrale Notre-Dame de Paris. Vom Großbrand im Jahr 2019 sind zumindest äußerlich keine Spuren mehr erkennbar. Das Innere der Kathedrale haben wir ob der Warteschlange quer über den Platz auf einen anderen Aufenthalt verschoben.
Zwei weitere Must-Sees für Tagestouristen sind natürlich die Pyramide des Louvre und der Arc de Triomphe du Carrousel gleich daneben, der zwar nur in etwa halb so groß wie sein berühmter Nebenmann, aber dennoch sehr beeindruckend ist.
Das Vierergespann am Dach ist übrigens eine Replik der Pferde am Markusplatz in Venedig (mittlerweile ebenfalls eine Replik, das Original steht dort im Dommuseum). Es gibt einen Grund dafür, warum mir die Pferde ins Auge gesprungen sind. Zufällig habe ich erst kürzlich das Buch „Unter dem Halbmond“, einen Reisebereicht des preußischen Offiziers Helmuth Graf von Moltke aus den Jahren 1835 bis 1839 gelesen, wo ebendieses Vierergespann vorkommt. Lange bevor Napoleon es aus Venedig geraubt hatte, war es im Zuge des vierten Kreuzzuges 1204 aus Konstantinopel geraubt worden. Der Ursprung des Vierergespanns ist bis heute nicht geklärt, wird aber irgendwo zwischen 400 v. Chr. und 200 n. Chr. irgendwo im Bereich Rom oder Griechenland angenommen. Ich mag es, wenn Wissen, dass man aus Büchern hat, einem plötzlich in der realen Welt begegnet.
Auch den Louvre haben wir nebenbei bemerkt nur von außen gesehen, für eine komplette Besichtigung bräuchte man mehrere Tage.

Canon EOS 600D, F/10, 1/250s, ISO-100

Canon EOS 600D, F/10, 1/250s, ISO-100
Als nächstes kamen wir an einem riesigen Heißluftballon vorbei, allerdings an keinem echten. Naja, halbecht. Der offizielle Name dieser Installation ist Vasque des Jeux Olympiques et Paralympiques de Paris 2024 und sie war Teil des Staffellaufs für die olympischen Sommerspiele 2024. Heute besteht die „Flamme“ aus beleuchtetem Wassernebel, sieht aber auf den ersten Blick sehr echt aus. Die besondere Form soll daran erinnern, dass von eben diesem Platz aus, dem Jardin des Tuileries, im Jahr 1783 der erste Flug mit einem Heißluftballon unternommen wirde.

Der Ballon soll hier jeden Sommer bis zu den nächsten olympischen Sommerspielen 2028 stehen und ist kann tatsächlich aufsteigen. Jeden Abend bei Einbruch der Dunkelheit erhebt sich die ganze Installation ein Stück in den Himmel, um kurz darauf wieder abgesenkt zu werden. Hochgehoben wird der „Heißluftballon“ allerdings mit Helium.
Bild: Vasque des Jeux Olympiques. Canon EOS 600D, F/11, 1/320s, ISO-100
Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg
Ein Tag in Paris (Teil 1)

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