Geworden ist das schließlich die Burg Schlossberg in der kleinen Stadt Forbach. Diese gehörte in der Zeit zwischen dem deutsch-französischen Krieg 1870 und dem Ende des ersten Weltkriegs 1918 zur deutschen Reichsprovinz Elsass-Lothringen, weshalb man an einigen Stellen deutschsprachige Beschriftungen finden kann.
Strasbourg hat uns länger in Beschlag genommen als geplant, weshalb wir eigentlich nicht viel Zeit für einen zweiten Zwischenstopp hatten. Wir hatten uns aber fest vorgenommen, wenn nur irgendwie möglich, mit den Kindern nicht mehr als zwei oder maximal drei Stunden am Stück im Auto zu verbringen. Und so haben wir uns dann doch noch einen kleinen Spaziergang für zwischendurch entlang der Route herausgesucht.
Als Ausflugstipp zeichnet sich der Park rund um die Burg auch deshalb aus, weil sich hier ein riesiger Hochseilgarten befindet. Wir hatten leider keine Zeit, ihn auszuprobieren, konnten uns aber dennoch ein gutes Bild machen. Der Kletterpark erstreckt sich mit zahlreichen Pfaden unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad über den gesamten Hügel und um die Burg herum. Für Kletterfreunde in der Nähe jedenfalls einen Besuch wert.


Von oben hat man außerdem einen guten Ausblick auf ein markantes Bauwerk. Es handelt sich um das Fördergerüst des ehemaligen Kohlebergwerks Siège Simon. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurde hier Kohle gefördert, die Grube wurde zu einer der wichtigsten der Region.
Im Februar 1985 kam es zu einem schweren Unglück, bei dem im Zuge einer Gasexplosion 22 Bergleute ihr Leben verloren. Im Zuge einer darauf folgenden Untersuchung waren zahlreiche Sicherheitsmängel festgestellt worden, weshalb der Bauleiter und sein Stellvertreter wegen Todschlags und fahrlässiger Tötung verurteilt wurden.
Im Dezember 1997 wurde der Kohleabbau in Siège Simon endgültig eingestellt. Das Fördergerüst blieb als Industriedenkmal erhalten und steht unter Denkmalschutz.

Nach der kleinen Wanderung durften sich die Kinder am Fuß des Hügels noch auf dem sehr nett angelegten Spielplatz austoben. Leider waren die öffentlichen Toiletten (sprich Dixi-Klos) alle verschlossen, weshalb wir uns bald auf den Weg machen mussten. Da es leider vor Ort nur ein eher gehobenes Restaurant gibt, das nicht ganz unserer Stimmung entsprach, gönnten wir uns einen kurzen Aufenthalt bei einem McDonald’s entlang der Autobahn. Dabei postiv aufgefallen: das teilweise wieder verwendbare Geschirr. Da könnte man sich in Österreich ja ruhig etwas abschauen.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg

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