Toulouse 2026 – Das wunderschöne Strasbourg

Fotografie, Reisen

An Tag 3 unserer Reise haben wir endlich die französische Grenze überquert und auch bald unser Hauptausflugsziel dieses Tages erreicht. Und gleich muss ich sagen, Strasbourg ist auf jeden Fall sofort auf meiner Liste der schönsten Städte gelandet, die ich je besucht habe. In den etwa drei Stunden, die wir dort verbracht haben, hatten wir mehr Wow-Eindrücke als man oft in einem ganzen Urlaub hat. Ich muss dazu auch erwähnen, dass ich eigentlich kein Städtereisender bin, normalerweise schaffen es atemberaubende Landschaften, mich von den Socken zu hauen, Städte aber eher nicht. Umso mehr war Strasbourg etwas besonderes für mich.

Wir haben unser Auto in der Nähe des Domplatzes geparkt, diesmal haben wir die Parkmöglichkeiten im Vorfeld etwas genauer recherchiert als noch in Nürnberg, um ein weiteres unnötiges Herumkurven in engen Gassen zu vermeiden. Das Straßburger Münster war also auch die erste Sehenswürdigkeit auf unserer Altstadt-Runde.

Ich muss zugeben, dass ich es mir da mittlerweile einfach mache. Nachdem ich in mehreren Städten immer wieder mühsam und oft erfolglos versucht habe, über eine einfache Google-Suche kurze Spaziergänge zu finden, bei denen man in kurzer Zeit möglichst viel zu sehen bekommt, bin ich nun dazu übergegangen, ChatGPT zu befragen. Ein einfaches „Strasbourg in zwei Stunden“ hat mir in diesem Fall nicht nur eine vorgeschlagene Route, sondern sogar ein, wenn auch ungenaue, Stadtkarte mit eingezeichnetem Weg ausgespuckt.

Das Münster also, im Französischen Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg genannt, wurde im 15. Jahrhundert fertiggestellt und war eine Zeit lang das höchste Gebäude der Welt. Auf den ersten Blick hat es mich sofort an den Wiener Stephansdom erinnert, da bei beiden Kirchen einer der beiden Türme unvollendet geblieben ist. In beiden Fällen war wohl Geldmangel der Grund, auch wenn es zum Stephansdom ja als alternative Erklärung auch die Sage vom Meister Puchsbaum gibt.

Nach einer Umrundung der Kathedrale sind wir in Richtung unseres nächsten Ziels durch die Altstadt geschlendert. Strasbourg hat wirklich viele Facetten und, dass eine Stadt so viele unterschiedliche Eindrücke vermittelt, die jeder für sich genommen Begeisterung hervorrufen, sorgt für die Eingangs erwähnten Wow-Momente und macht die Stadt so einzigartig.

Unser nächster Halt war La Petite France, wo einem, um es einmal ganz frei heraus zu sagen, die Augen herausfallen, weil es dort einfach so schön ist. Ich liebe Fachwerkhäuser und ich liebe Kanäle, hier hat man beides und damit war ich schon verloren an diese Stadt. Das Viertel bietet neben zahlreichen Fotomotiven auch viele Möglichkeiten zum Essen, zum Einkaufen, oder Flanieren.

Unser Weg führte uns bis zu den Ponts Couverts de Strasbourg, vier Türmen, verbunden durch drei Brücken, Teil einer Verteidigungsanlage aus dem 13. Jahrhundert. Der Name („gedeckte Brücken“) kommt daher, dass die Brücken früher Holzdächer besaßen, um die dort stationierten Soldaten bei Angriffen zu schützen.

Man kann die Brücken und Türme sehr gut von der Passage Georges Frankhauser aus sehen, die durch die Barrage Vauban verläuft, welche im 17. Jahrhundert mit der Idee gebaut wurde, im Fall eines Angriffs die Gebiete südlich der Stadt fluten zu können, um dem Feind das Vorankommen zu erschweren. Die Passage ist nach Georges Frankhauser benannt, dem Gründer der Vereinigung „Freunde von Straßburg“.

Strasbourg ist jedenfalls eine Stadt, die mich wiedersehen wird.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg

Toulouse 2026 – Bad Abbach, Augsburg, Ulm

Fotografie, Reisen

Bevor wir am zweiten Tag unserer Reise Bad Abbach verließen wollten wir uns den Heinrichsturm anschauen, der im 13. Jahrhundert gemeinsam mit einer Burganlage  gebaut wurde und von dem niemand genau weiß, wozu er eigentlich gedient hat. Neben dem Turm gibt es einen wirklich tollen Spielplatz, sodass die Kinder sich vor der Autofahrt noch einmal die Beine vertreten konnten.

Wir erreichten schließlich Augsburg, wo wir nur einen kurzen Aufenthalt von maximal zwei Stunden geplant hatten, aus dem aber dann eigentlich fast ein Tagesausflug geworden ist. No regrets though. Augsburg ist eine wirklich schöne Stadt, die auch zum Flanieren einlädt. Neben der schönen Altstadt und dem großen Stadtmarkt gibt es auch moderne Einkaufsstraßen mit zahlreichen Geschäften.

Gegen Mittag haben wir spontan noch die Basilika St. Ulrich und Afra besichtigt und uns dann auf dringenden Wunsch unserer Tochter hin ein Pizza beim Corso Augsburg gegönnt.

Die Altstadt bietet einige Highlights wie das Rathaus (unten) und das Weberhaus (oben), das ehemalige Zunfthaus der Weber, das im Jahr 1939 frei nach Vorlage des Originals komplett neu aufgebaut wurde. Es lohnt sich aber durchaus, einfach in den zahlreichen Seitengassen verloren zu gehen, wie man so sagt, denn es gibt zahlreiche kleine Gänge, Treppen und Hinterhöfe, die einen Besuch wert sind.

Zum Schluss haben wir noch einen Abstecher zur Fuggerei gemacht, eine der ältesten Sozialsiedlungen der Welt aus dem 16. Jahrhundert, die auch heute noch von etwa 150 Menschen bewohnt wird.B

Besonders spannend fand ich die für jeden Eingang individuellen Türklingeln, die früher sicherstellen sollten, dass man auch bei Dunkelheit seine eigene Wohnungstür findet.

Bevor es dann zur Ferienwohnung für diese Nacht ging, haben wir uns noch das Städtchen Ulm angeschaut. Wir waren zwar nur in Ulm und nicht um Ulm und auch nicht drumherum, es war aber trotzdem ein schöner Ausklang des Tages. Der Turm des Ulmer Münsters war zwar bereits geschlossen, wir waren aber gerade noch rechtzeitig da, um das Innere zu besichtigen. Dieses Gebäude war bis zur Fertigstellung der Sagrada Família in Barcelona 2025 die Kirche mit dem höchsten Kirchturm der Welt.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg

Toulouse 2026 – Ein Abend in Regensburg

Fotografie, Reisen

Unsere erste Unterkunft befand sich in der Nähe von Regensburg, weshalb wir dort den Abend verbracht haben. Eine Parkgarage zu finden, war trotz Navi eine Herausforderung. Die Innenstadt ist voller Fußgängerzonen, durch die einen das Navi andauernd durchschicken möchte. Auch fahren immer wieder Autos durch die Fußgängerzonen, was aber möglicherweise daran liegt, dass auch deren Navi sie dort durchschickt. Um die Verwirrung zu steigern, gibt es immer wieder Schilder am Eingang zu Fußgängerzonen, bei denen darunter noch einmal ein eigenes Fahrverbotsschild angebracht ist, während das bei anderen nicht der Fall ist.

Der Dom St. Peter ist wirklich wunderschön, aber ob seiner Größe schwer auf ein Foto zu bekommen, weshalb ich die Weitwinkelfunktion meines Handys verwendet habe. Die Kinder waren froh, nicht mehr im Auto zu sitzen und wollten sich erst mal austoben. Dabei waren die vielen Fußgängerzonen dann wiederum praktisch, wobei tatsächlich immer wieder Autos und auch Autobusse an uns vorbeigefahren sind.

Danach sind wir vorbeispatziert am sogenannten Goliathhaus, an dessen Fassade der berühmte Kampf zwischen David und Goliath zu sehen ist, bis zum alten Rathaus. Von dort ist es nicht weit zum Donauufer und der Steinernen Brücke, dem für den Sonnenuntergang empfohlenen Foto-Hotspot.

An eben diesem Ufer kann man, während man auf den Sonnenuntergang wartet, auch einige Tiere beobachten. Bei den zahlreichen Schwalbennestern fliegen die Vögel pausenlos ein und aus, um die Jungen zu füttern, die sich in den Lehmnestern verbergen. Ein Reiher saß regungslos am Ufer, er wartete wohl ebenfalls auf den Sonnenuntergang.

Auf den Sonnenuntergang zu warten hat sich wirklich ausgezahlt, obwohl es mit den Kindern dann schon ein wenig anstrengend geworden ist. Unser Zweijähriger wäre fast von einem der zahlreichen Radfahrer niedergeführt worden, was für diesen mit einem Beinahe-Sturz endete, er blieb aber freundlich und entschuldigte sich dafür, dass er zu schnell gefahren war.

Von der Brücke aus lassen sich im Abendlicht Fotos schießen, die ausschauen wie aus dem Reiseprospekt. Interessanterweise hat bei einigen Aufnahmen die Automatik der Handykamera den Motiven mehr geschmeichelt als die Spiegelreflexkamera. Deshalb sieht man unten auch ein mit dem Handy aufgenommenes Foto.

Zum Schluss haben wir im Restaurant Wanderlust noch Recht gut gegessen, Ramen und Bananen-Pancakes mit Früchten. Am Ende waren die Kinder dann beide schon sehr müde, es war ja doch schon fast zehn Uhr, und auch die fast Siebenjährige musste zum Auto getragen werden.

Unsere Unterkunft muss ich zum Schluss noch unbedingt lobend hervorheben. Die Ferienwohnung in Bad Abbach (hier Link zur Buchungsseite) war relativ günstig, bietet Platz für vier Personen (zwei Schlafzimmer mit Doppelbett), sie war wirklich geräumig, gut eingerichtet, und die Ankunft funktionierte auch spätabends reibungslos. Wir waren total begeistert.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg

Toulouse 2026 – Zwischenstopp am Traunsee

Fotografie, Reisen

Da es von Wien nach Toulouse ein weiter Weg ist, haben wir zahlreiche Zwischenstopps in unserer Route eingeplant. Der erste, wenngleich mit einem kleinen Umweg verbunden, war Gmunden am Traunsee, wo wir mit der Seilbahn auf den Grünberg hinauf fuhren.

Es gibt einen leistbaren Parkplatz (wir haben für unsere etwas über zwei Stunden Aufenthalt 2,40€ gezahlt) gleich am Fuß der Seilbahn. Die Seilbahn selbst geht leider etwas mehr ins Geld, uns war es das aber wert, denn der Ausblick kann sich wirklich sehen lassen.

Oben gibt es zahlreiche Wanderrouten, auch eigene Erlebnispfade für Kinder, und sogar eine Sommerrodelbahn, die allerdings bei unserem Besuch geschlossen war. Wir sind dann direkt bei der Grünbergalm eingekehrt, da wir ja nicht viel Zeit eingeplant hatten. Die Preise sind im mittleren Bereich, das Essen war allerdings sehr gut. Außerdem gibt es direkt neben der Hütte in angenehmer Sichtweite einen Abenteuerspielplatz, der allerdings erst für größere Kinder ab ca. 6 Jahren geeignet ist. Kleinere Kinder müssen jedenfalls auf den Spielplatz begleitet werden.

Nachdem wir gegessen, gespielt und die Aussicht von oben ausreichend genossen hatten, ging es wieder hinunter in den Ort. Der Wanderweg hinunter war übrigens mit 1,5 Stunden angegeben und hätte uns sehr angelacht, leider mussten wir schon wieder weiter, weil am selben Tag noch Regensburg auf dem Programm stand.

Uns hat der Grünberg allerdings so gut gefallen, dass wir Gmunden bereits auf unsere Urlaubs-Bucketlist für nächstes oder übernächstes Jahr gesetzt haben. Zumal man im Traunsee auch wunderbar Baden kann. Unsere Tochter kann es kaum erwarten, für sie war es „der tollste Tag“.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg

Toulouse 2026 – Die ersten Schwierigkeiten

Dies und das, Reisen

Morgen geht es los zu unserer Autorundreise mit Toulouse als Haupturlaubsziel. Wir haben so viele Autokilometer zu fahren, so viele Zwischenstopps in unterschiedlichen Unterkünften, dass wir mit irgendeiner Form von Schwierigkeiten ja fast schon gerechnet hatten. Dass diese aber bereits vor dem Losfahren beginnen würden, davon sind wir jetzt nicht ausgegangen.

Ende der Woche erhielt ich eine seltsame Nachricht unseres Apartments in Toulouse, dass wir für sechs Nächte über booking.com gebucht hatten. „Zahlen Sie über den Link in unserer E-Mail sofort 250€ ein, für die Kaution, innerhalb der nächsten 30 Minuten, sonst erlischt ihre Buchung.“

Bei mir natürlich sofort die Alarmglocken an. Man soll Geld abseits der Buchungsplattform überweisen? Und das auch noch unter Zeitdruck? Macht man natürlich nicht. Aber was macht man dann? Erster Verdacht war, dass der Nachrichtendienst des Hotels gehackt worden war. Laut unserer Recherche im Internet und auch eines zufällig just in dieser Woche auf meinem Küchentisch liegenden Artikel der Zeit ist dies viel häufiger der Fall, als dass das Hotel selbst einen zu betrügen versucht.

Wir haben also als erstes per Antwort auf die Nachricht nachgefragt, ob es sich vielleicht um ein Missverständnis handeln könnte, da wir ja bereits angezahlt hatten. Nein, es handle sich ja um die Kaution, die gemäß in der Richtlinien des Hotels verlangt wird. Also genau nachgelesen. Ja, in den Buchungsinformationen, wie auch in den AGB des Hotels steht davon etwas – allerdings bei Ankunft im Hotel. Noch einmal nachgefragt, dass wir da schon zögern würden, dass wir uns gerne zumindest bis zum Abend Zeit lassen würden. Sofortige Antwort des Hotels: „Ja, es eilt nicht, Sie kommen ja erst am Samstag an.“ Also plötzlich doch kein Zeitdruck mehr?

Als nächsten Schritt beim Hotel angerufen, wo man uns die Sendung jener E-Mail bestätigte. Trotzdem bleiben wir sehr skeptisch. Auch auf Google Street View ist das Hotel zu finden, es ist also zumindest real. Allerdings haben wir bei dieser Gelegenheit gesehen, dass die Bewertungen auf Google wesentlich schlechter sind, als es auf der Buchungsplattform den Anschein hatte. Zu diesem Zeitpunkt wollten wir dann eigentlich schon auf ein anderes Hotel umbuchen. Noch dazu werde ich vom Hotel, das bisher auf jede Anfrage innerhalb einer Stunde reagiert hatte, geghostet seit ich geschrieben habe, dass der Wortlaut ihrer Nachricht mir einfach zu sehr nach Betrug wirkt und wir deshalb gerne erst bei Ankunft zahlen wollen.

Um uns eventuell die Stornierungsgebühr sparen zu können, da es sich für uns inzwischen relativ offensichtlich um einen Betrugsversuch handelt, haben wir uns dann an den Kundenservice von booking.com gewandt. Antwort der Hotline: man werde eine Anfrage an das Hotel stellen, innerhalb von 24 Stunden würden wir eine Antwort bekommen. Leider hat das Hotel offenbar auch die Buchungsplattform geghostet, was für booking.com allerdings scheinbar keinen Grund zur Beunruhigung darstellt, sondern einfach nur bedeutet, dass wir nicht kostenlos stornieren können, da das Hotel auf Anfragen einfach nicht mehr reagiert und so scheinbar aus dem Schneider ist.

Wir haben uns nun auch noch schriftlich an den sogenannten „Kundenservice“ gewandt, haben aber wenig Hoffnung. Wir haben trotzdem zusätzlich wo anders gebucht, es war uns die zusätzlichen Kosten inzwischen Wert. Ich hoffe, dass dies der einzige große Ärger des Urlaubs bleibt, morgen geht es jetzt einmal los in Richtung Regensburg mit geplantem Zwischenstopp in Gmunden am Traunsee.

Die komplette Reise (Toulouse 2026):
Die ersten Schwierigkeiten
Zwischenstopp am Traunsee
Ein Abend in Regensburg
Bad Abbach, Augsburg, Ulm
Das wunderschöne Strasbourg
Château Le Schlossberg

Venedig 2025 – Der erste Tag

Reisen

Den ersten Tag in Venedig wollten wir nutzen, um uns die Altstadt anzuschauen. Unser Hotel war 40 Minuten vom Bahnhof entfernt auf der Insel Lido, also hätte es sich kaum gelohnt, zum Abstellen des Gepäcks extra hinzufahren. Einchecken konnten wir ohnehin erst ab 14:00. Wir haben also unser Gepäck bei Kibag abgegeben, das ist zwar etwas teuer, aber dafür direkt in der Bahnhofshalle. Mit zwei kleinen Kindern und entsprechend viel Gepäck war uns das die etwas über 20€ wert.

Wir holten uns das Vaporettoticket, auch nicht billig, aber dafür gratis für die Kinder, beide noch unter sechs Jahren, und fuhren durch den Canale Grande zum Piazza San Marco, um diesmal den Glockenturm zu besteigen, was wir letztes Jahr aus Zeitgründen ausgelassen hatten. Auch hier konnten die Kinder gratis mit und der Eintritt zahlt sich in jedem Fall aus, der Ausblick ist traumhaft.

Wir hatten auch Glück, es war zu dieser frühen Stunde, also etwa zehn Uhr Vormittags, nur wenig los. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man die Tickets online kaufen (Achtung, offizielle Seite verwenden!), muss sich dann aber genau an seinen Zeitslot halten. Je nach Auslastung dürfte das Personal auch unterschiedlich streng sein, was zu großes Gepäck betrifft. Obwohl wir die 20*30*40cm pro Gepäcksstück nicht ganz einhalten konnten, ließ man uns ohne Probleme durch. Zur vollen Stunde läuten allerdings oben die Glocken, was unserer Tochter zu laut war.

Als zweiten Tagesordnungspunkt besuchten wir das Museo di Storia Naturale, das etwas versteckt liegt, aber durchaus eine kurze Besichtigung wert ist. Zu viel sollte man allerdings nicht erwarten, das Museum ist sehr nett eingerichtet und auch für Kinder interessant, aber es ist recht klein.

Nach einer kurzen Pause im Hotel auf Lido  erkundeten wir schließlich noch ein wenig die Umgebung, fanden sogar einen kleinen Spielplatz (Foto wird nachgereicht) und probierten dann auf gut Glück eines der zahlreichen Lokale aus. Dabei landeten wir einen Glückstreffer für Familien, das Al Cavaliere ist nicht nur preislich ziemlich ok, es hat sogar einen eigenen Kinderspielplatz im Innenhof.

Alles in Allem war es ein ziemlich gelungener erster Urlaubstag. Müde wegen der unruhigen Anfahrt schliefen wir dann auch alle früh und gut ein.

Die komplette Reise (Venedig 2025):
Die Anreise mit dem Nightjet
Der erste Tag
Burano
Glaskugel in Burano
Die Biennale

Venedig 2025 – Die Anreise mit dem Nightjet

Dies und das, Reisen

Heuer ist es mal wieder Venedig geworden. Und wie es eben so ist, dass auch bei der besten Planung immer etwas schiefgeht, so ist uns das erste Hoppla gleich bei der Anreise passiert.

Wir reisen zu viert, zwei Erwachsene, zwei Kinder. Hinfahrt mit dem Nightjet, Rückfahrt Railjet. Die Buchung geht ganz unproblematisch über die ÖBB-App. Für die Rückfahrt im Railjet kann man dann auch gleich die Sitzplätze reservieren und die vier Plätze eigener Wahl sogar direkt am Zugplan anklicken. Für den Nightjet werden die Plätze automatisch vergeben, man kann sie nicht auswählen.

Nun sind wir drei Tage vor der Abfahrt draufgekommen, dass im Nightjet Kinder unter sechs Jahren keinen Sitzplatz bekommen (dafür fahren sie gratis). Darauf wird man nicht hingewiesen und eine freiwillige Aufzahlung wird nicht angeboten und ist über die App auch garnicht möglich. Anders wäre dies gewesen, hätten wir die Hinfahrt nicht über die App der ÖBB, sondern über die Homepage des Nightjet gebucht. Tja, sagt einem keiner. Und dazubuchen war zu dem Zeitpunkt natürlich auch nicht mehr möglich.

So stiegen wir am Abend zu zwei Briten ins Abteil, die nicht glauben konnten, dass in Linz noch zwei weitere Personen zusteigen würden, dass wir am Abteil also planmäßig sechs Personen (plus zwei Kinder) sein würden. Da waren sie nicht die einzigen, ich habe auch einige andere ähnliche Gespräche in den Nebenabteilen mitbekommen. Mich hätte das ja an sich nicht so gestört, nur das mit den Kindern war halt irgendwie blöd.

Am Ende löste sich alles halbwegs in Wohlgefallen auf. Mein Partner fand glücklicherweise zwei Abteile weiter einen ungenutzten Platz. Die zwei Briten verschwanden irgendwann spurlos und so blieb ich im Abteil mit zwei kleinen Kindern und den zwei in Linz zugestiegenen Damen auf den insgesamt sechs Plätzen zurück, was durchaus erträglich war.

Schlafen konnte ich trotzdem nicht wirklich, weil es mit dem Stillbaby, das ich auch möglichst geräuschlos halten wollte, nicht gerade bequem war und die Tochter um vier Uhr früh nicht mehr einschlafen konnte und so lange gequengelt hat, bis sie am Tablet den kompletten Film „Mein Nachbar Totoro“ schauen durfte (mit Kopfhörern). Außerdem war es im Nightjet wie immer fürchterlich kalt. Und ich hätte, zweites Hoppala, die extra bereitgelegte Jacke zu Hause vergessen.

Die komplette Reise (Venedig 2025):
Die Anreise mit dem Nightjet
Der erste Tag
Burano
Glaskugel in Burano
Die Biennale

Urlaub ohne Kamera

Fotografie, Reisen

Einmal probeweise nur mit der Handykamera in den Urlaub zu fahren, entpuppte sich als durchaus erfolgreiches Experiment. Ja, natürlich macht das Fotografieren mit Profiauarüstung einfach mehr Spaß. Aber einfach nur schnell mit einem geübten Handgriff das Handy aus der Hosentasche fischen zu müssen, wenn man ein Foto machen möchte, ist vor allem, wenn man nicht alleine unterwegs ist, durchaus praktisch. Außerdem hat man ja, insbesondere mit zwei kleinen Kindern im Schlepptau, ohnehin auch ohne Kameratasche schon genug zu schleppen – durchaus auch mal besagte Kinder.

Mein Handy ist ein Samsung Galaxy S22 Ultra und verfügt über durchaus ordentliche Kameras. Im Gegensatz zu anderen Handykameras bleibt die Bildqualität auch beim Zoomen brauchbar. Dabei wird, zoomt man erst im Zuge des Zuschneidens im Nachhinein, sogar angeboten, a la CSI die Auflösung nachträglich zu erhöhen. Des Weiteren verfügt das Gerät über die bereits zum Standard gewordene Weitwinkelfunktion. Darüber hinaus wird zur Bearbeitung der Bilder ein ganz nettes KI-Feature angeboten, dass ich bereits in einem anderen Beitrag kurz vorgestellt habe (siehe hier).

Es folgt nun eine Auswahl an Fotos, die im Urlaub am Walchsee in Tirol entstanden sind.

Malta 2023 – Zwischen Neuzeit und Gegenwart

Reisen

Wie überall in Malta trifft auch in der Hauptstadt Valletta Altes auf Neues. Die im 16. bis 18. Jahrhundert errichteten Festungsmauern, die die gesamte Stadt umschließen, dienen heute als Straßen, zwischen den großteils in gutem Zustand gehaltenen Häusern aus der damaligen Zeit, sieht man mehr und mehr Neubauten. Einen guten Ausblick auf die Stadt hat man von den Upper Barrakka Gardens am höchten Punkt der Peter-und-Paul-Festung. Dort befindet sich auch die Anfang des 21. Jahrhunderts renovierte Saluting Battery, wo zwei Mal täglich vor interessiertem Publikum Kanonenschüsse abgegeben werden.

Etwas abseits des Stadtzentrums bummelt man durch die für Malta typischen engen Gassen. Mehr als eine Fahrspur hat hier selten Platz, was zu Stoßzeiten beinahe täglich zu Staus auf der ganzen Insel führt. Auch die öffentlichen Busse sind daher sehr unzuverlässig. Leider gibt es keine Alternativen, das Radfahren ist auf Malta nicht sonderlich beliebt, was sicher den teils hügeligen Städten geschuldet ist, sowie der Tatsache, dass man in den engen Gassen an den Autos auch mit dem Fahrrad nur schwer vorbeikommt. Eine Lösung des Problems scheint nicht in Sicht. Dafür wird es mit der Pünktlichkeit auf der Insel auch nicht so genau genommen.

Die gesamte Reise:

Malta 2023 – First Impressions
Malta 2023 – Rabat und Mdina
Malta 2023 – Zwischen Neuzeit und Gegenwart
Malta 2023 – Wanderung vom Salina Nature Reserve zu St. Julian’s Bay

Urlaub am Achensee (Lieblingsfotos)

Fotografie, Reisen

Diese Woche poste ich direkt aus dem Urlaub, deshalb sind die Fotos komplett unbearbeitet – und beide mit dem Handy aufgenommen, denn die Kamerafotos werden erst nach der Rückkehr durchgesehen.

Mein absoluter Favorit ist dieses Panorama, aufgenommen am Wanderweg von Achenkirch zur Gaisalm. Der See selbst bietet bereits ein idyllisches Motiv, das hier um einen Blick auf den Wanderweg ergänzt wird. Dadurch wird das Bild gleichzeitig lebendig und persönlich, denn es stellt nicht nur einen wunderschönen Ort dar, sondern erzählt eine Geschichte über einen tollen Ausflug.

Ebenfalls außerordentlich zufrieden bin ich mit diesem für Instagram im Format 1:1 aufgenommenen Blick von der Bergstation der Karwendel-Seilbahn. Der See bildet das Hauptmotiv und befindet sich zentral im Bild. Das Motiv wird von drei Seiten eingerahmt, links durch die Baumgruppe, unten durch die Blumenwiese und rechts durch die Stützen der Seilbahn. Diese Umrandung unterstreicht das quadratische Format, im Gegensatz zu einem erst nachträglich zugeschnittenen Bild.

Nachdem ich mein das Bild auf Instagram gepostet hatte, war ich sicher, es würde eins von hunderten exakt identer Fotos sein, weil das Motiv einfach perfekt für Instagram ist. Doch ganz so offensichtlich dürfte es wohl doch nicht sein, denn eine – zugegebenermaßen flüchtige – Suche ergab keine Treffer. Vielleicht hatte ich also tatsächlich Glück, dieses Motiv zu entdecken.

Hier noch ein Link zu meinem Instagram-Profil: Munakchree