Wenn mir langweilig ist…

Dies und das

…spiele ich gerne ein Spiel. Ich stelle mir vor, was ein Fremder sich denken würde, der in diesem Moment den gesamten Inhalt meiner Taschen begutachten kann, sonst aber nichts über mich weiß.

Gestern Abend waren das:
Eine Handtasche mit Handy, Kalender, Geldbörse,
eine Mappe mit Unterlagen zur individuellen Lernbetreuung,
eine Sporttasche mit seltsamer schwarzer Kleidung (Hakama und Gi)
und einigen Sachbüchern zum Thema Stasi, neurolinguistische Programmierung und Kampfsport,
ein Bokutou (japanisches Trainingsschwert aus Holz),
eine Packung Karotten und eine Gurke.

Ich liebe dieses Spiel.

Fortbildung

Dies und das

Ich bin heute nicht in der Arbeit. Stattdessen bin ich bei einer Fortbildung auf der Pädagogischen Hochschule.
Als erste Übung des Tages sollten wir drei Fragen graphisch beantworten. Was mir das bei meiner Ausbildung zum Lernbetreuer bringen soll, offenbart sich mir bis jetzt nicht, aber es war ganz lustig.
Die drei Fragen:
1.) Meine Gedanken zu teil 1 und 2 des Seminars (heute beginnt Teil 3).
2.) Meine Wünsche/Erwartungen für Teil 3.
3.) Was sollte man über mich wissen?

Zur Erklärung: Eine Blitzrunde ist eine Phase, in der jeder zu einem Thema einen Satz sagen soll. Oder zwei oder drei. Erfahrungsgemäß dauert so eine Blistzrunde mit 30 Teilnehmer eine Stunde. Eine ganze. Stunde.

Auf das Zeichnete der Bilder folgte. ..eine Blitzrunde, in der jeder sagen sollte, was er gerade gezeichnet hat. Nach dieser Blitzrunde (sie dauerte eine Stunde) und einer halben Stunde Wiederholung des letzten Seminars folgt nun die erste fünzenhnmunütige Kaffeepause.

Ja, ich verpasse für das hier tatsächlich zwei Tage Arbeit und die Hälfte meines Wochenendes.

Körperwelten

Dies und das, Fotografie, Reisen

Einiges habe ich noch aus Berlin mitgebracht. Zum Beispiel einige Eindrücke des Menschenmuseums, Heimat der bekannten Ausstellung “Körperwelten”

Interessanterweise ist es einem von Exponat zu Exponat weniger bewusst, dass es sich hier um echte Körper handelt. Darüber ist man spätestens dann froh, wenn man zum Bereich über die Kindesentwicklung kommt.

Sehenswert ist das Museum allemal, da keine künstliche Replik die einzelnen Teile des menschlichen Körpers derart genau darstellen könnte. Das im folgende Exponat ist beispielsweise entstanden, indem man eine Kunststoffmischung in die Venen eines menschlichen Körpers gepumpt und diese nach dem Aushärten aufgelöst hat.

Zuletzt kann man vor dem Hinausgehen selbst zur Ausstellung beitragen. Im Bereich, der dem Schutz und Wohl des eigenen Körpers gewidmet ist, sind Besucher angehalten, Fragen zu ihrem Umgang mit diesem Thema zu beantworten und die Antworten aufzuhängen. Auf diese Art entsteht ein interessanter Überblick

Der Berliner Dom

Dies und das, Reisen

In den Dom sind wir eigentlich hauptsächlich wegen der Kälte geflüchtet, aber es hat sich ausgezahlt.

Mal wieder fiel es mir auf – in meiner persönlichen Erfahrung sind evangelische Kirchen heller und einladender als katholische, die dafür aber etwas besinnlicher (und kälter) sind.

Angenehme Orgelmusik hinterlegte unseren gesamten Rundgang, eine nette Draufgabe 🙂

Warum wir Masken tragen

Dies und das

Es ist ein häufiges Thema in der Kunst, sei es nun in der Literatur, der Musik, in Filmen, Mangas oder Gemälden, dass wir Masken tragen, um unsere wahren Gefühle zu verbergen.
Doch der Grund dafür ist nicht immer, dass wir unsere Gefühle nicht zeigen wollen. Oft ist der Grund auch der, dass wir genau wissen, dass die anderen unsere wahren Gefühle nicht sehen möchte.
Wenn jemand fragt: “Wie geht es dir?”, möchte er hören: “Gut, danke, und dir?” Es ist eine Floskel des höflichen Smalltalks, keine ernst gemeinte Frage. Mit der ehrlichen Antwort, dass es einem nicht so gut geht, können viele nicht wirklich umgehen, fühlen sich überrumpelt.
Noch weniger wollen sie wissen, warum es einem nicht gut geht. “Jetzt reg dich doch deshalb nicht auf”, bekommt man dann oft zurück, oder “das ist doch keine große Sache.”
“Er hat es sicher nicht so gemeint.”
“Das kann doch jedem passieren.”
“Ist doch nichts dabei.”
“Sei doch deshalb jetzt nicht schlecht drauf!”
Ja genau, die anderen wollen nicht, dass man schlecht drauf ist, sie wollen in der Illusion leben, dass alle um sie herum immer gut gelaunt sind, damit sie sich in Ruhe mit ihren eigenen Problemen befassen können. Manchmal sind andere Menschen dann sogar böse auf einen, wenn man ihnen erklärt, weshalb es einem nicht gut geht. Weil es eine Frechheit ist, dass es einem wegen “sowas” schlecht geht.
Trost findet man eher selten.
Was ich sagen will: Wer betrübt ist, in einer Welt zu leben, in der jeder Mensch eine Maske trägt, sollte zunächst einmal sich selbst fragen, ob er überhaupt bereit für das ist, was hinter all diesen Masken steckt.