Autor: Jasmin I. Müller
Warum wir Masken tragen
Dies und das Es ist ein häufiges Thema in der Kunst, sei es nun in der Literatur, der Musik, in Filmen, Mangas oder Gemälden, dass wir Masken tragen, um unsere wahren Gefühle zu verbergen.
Doch der Grund dafür ist nicht immer, dass wir unsere Gefühle nicht zeigen wollen. Oft ist der Grund auch der, dass wir genau wissen, dass die anderen unsere wahren Gefühle nicht sehen möchte.
Wenn jemand fragt: “Wie geht es dir?”, möchte er hören: “Gut, danke, und dir?” Es ist eine Floskel des höflichen Smalltalks, keine ernst gemeinte Frage. Mit der ehrlichen Antwort, dass es einem nicht so gut geht, können viele nicht wirklich umgehen, fühlen sich überrumpelt.
Noch weniger wollen sie wissen, warum es einem nicht gut geht. “Jetzt reg dich doch deshalb nicht auf”, bekommt man dann oft zurück, oder “das ist doch keine große Sache.”
“Er hat es sicher nicht so gemeint.”
“Das kann doch jedem passieren.”
“Ist doch nichts dabei.”
“Sei doch deshalb jetzt nicht schlecht drauf!”
Ja genau, die anderen wollen nicht, dass man schlecht drauf ist, sie wollen in der Illusion leben, dass alle um sie herum immer gut gelaunt sind, damit sie sich in Ruhe mit ihren eigenen Problemen befassen können. Manchmal sind andere Menschen dann sogar böse auf einen, wenn man ihnen erklärt, weshalb es einem nicht gut geht. Weil es eine Frechheit ist, dass es einem wegen “sowas” schlecht geht.
Trost findet man eher selten.
Was ich sagen will: Wer betrübt ist, in einer Welt zu leben, in der jeder Mensch eine Maske trägt, sollte zunächst einmal sich selbst fragen, ob er überhaupt bereit für das ist, was hinter all diesen Masken steckt.
„Wenn du vertraust, wirst du enttäuscht.
Lebensweisheit (via lebensfenster)
Wenn du liebst, wirst du verletzt.“
Ist alright, it’s just that sometimes I’m forgetting that I’m looking at the world through pink glasses and when someone punches me in the face they crack and the view on the world as it really is hits me unprepared.
Wahl die Dritte (oder so)
Dies und das Nun ist die Wahl also vorbei. Diesmal wirklich. Zumindest laut H.C. Strache ist eine erneute Anfechtung “kein Thema” (http://orf.at/stories/2369563/2369638/). Na schön, hätten wir das also auch geschafft.
Interessanter sind die Reaktionen auf das Ergebnis. Auch mich hat es (allerdings bereits beim ersten Versuch) zunächst überrascht, dass es so viele Leute gibt, die nicht denselben Kandidaten gewählt haben wie ich. Wo kommt das denn auf einmal her, dachte ich, fasst alle, die ich kenne, wählen doch den… naja.
Aber bald ging mir auf – ist doch klar. Natürlich bin ich vorrangig mit Leuten befreundet, die sich in einem ähnlichen Umfeld bewegen, ähnliche Meinungen haben. Da ist es ja auch kein Wunder, dass die Mehrheit meiner Freunde den Herrn Soundso wählt. Mein Freundeskreis ist aber nicht repräsentativ für die gesamte österreichische Bevölkerung.
Dass Van der Bellen die Stichwahlwiederholung gewonnen hat, hat also nichts mit Wahlbetrug zu tun, auch wenn man selbst vielleicht nur Hoferwähler kennt. Genauso verhält es sich übrigens mit dem Stimmensieg Hofers in der ersten Wahlrunde.
Und dass im Internet mittlerweile nur noch jeder den anderen beschimpft, nur weil der vielleicht doch den anderen gewählt hat, wird wohl nicht dazu beitragen, dass unser Freundeskreis bis zur nächsten Wahl repräsentativer wird.
Processing, please wait…
Dies und das Manchmal habe ich diese Phasen, in denen mein Hirn einfach kurz stehenbleibt. Dann sehe ich vor meinem inneren Auge den Ladebalken, der anzeigt, dass der Computer gerade mit dem Rechnen nicht nachkommt und eine kurze Pause braucht.
In diesen Phasen hole ich mir meistens einen Tee. Den trinke ich dann ganz enspannt, da ist mir ganz egal, was um mich herum passiert. “Dieser Server ist vorübergehend nicht erreichbar.” Und dann geht es weiter.

Die traurige Wahrheit
Dies und das
Heute war ich bei der Präsentation des heurigen “Eine Stadt. Ein Buch” – Gratisbuchs.
Der Autor ist Michael Ondaatje, der auch “Der englische Patient” geschrieben hat. Das Buch “Katzentisch” handelt von einem elfjährigen Jungen, der allein von Sri Lanka nach London reist, um dort zu leben.
Ich habe den Autor gefragt, ob er meint, ein Jugendlicher, der heute auf sich allein gestellt als Flüchtling nach Europa kommt könnte mit ähnlichen Sorgen und Problemen kämpfen. Dass, wenn er eine solche Geschichte schrieb, die in der heutigen Zeit spielt, dass diese Geschichte dann ähnlcih wäre.
Ondaatje meinte, diese Geschichte würde er nicht einmal schreiben wollen, weil sie zu tragisch wäre. Weil es damals nicht annähernd so schlimm war, wie jetzt. “Innocent times” waren die Fünfzigerjahre im vergleich zu der heutigen Zeit.
Ich habe diese Antwort befürchtet, hoffte aber auf eine andere. Hoffte, dass die Menschen zumindest einfach immer schon so gewesen sind. Aber die Menschen sind tatsächlich einfach schlechter geworden. Wir haben uns nicht weiterentwickelt, sondern zurück. Das ist die traurige Wahrheit.
Als Abschluss
Dies und das, Fotografie, ReisenNoch einige Eindrücke von Venedig
Versuch einer Zeichnung
Dies und dasFotos von der Biennale 2016
Dies und das, Fotografie, Reisen Wie versprochen noch einige Bilder von der Biennale.
Was ich auf jeden Fall gelernt habe – und ich glaube, damit das diesjährige Motto der Ausstellung verstanden zu haben – ist, dass es immer Schwierigkeiten geben wird, immer Katastrophen. Viele davon sind von Menschen gemacht. Aber es wird auch immer Menschen geben, die nicht nur Probleme sehen, sondern Herausforderungen. Die die Situation annehmen und Lösungen finden.
Hope in humanity restored.









