Nun ist die Wahl also vorbei. Diesmal wirklich. Zumindest laut H.C. Strache ist eine erneute Anfechtung “kein Thema” (http://orf.at/stories/2369563/2369638/). Na schön, hätten wir das also auch geschafft.
Interessanter sind die Reaktionen auf das Ergebnis. Auch mich hat es (allerdings bereits beim ersten Versuch) zunächst überrascht, dass es so viele Leute gibt, die nicht denselben Kandidaten gewählt haben wie ich. Wo kommt das denn auf einmal her, dachte ich, fasst alle, die ich kenne, wählen doch den… naja.
Aber bald ging mir auf – ist doch klar. Natürlich bin ich vorrangig mit Leuten befreundet, die sich in einem ähnlichen Umfeld bewegen, ähnliche Meinungen haben. Da ist es ja auch kein Wunder, dass die Mehrheit meiner Freunde den Herrn Soundso wählt. Mein Freundeskreis ist aber nicht repräsentativ für die gesamte österreichische Bevölkerung.
Dass Van der Bellen die Stichwahlwiederholung gewonnen hat, hat also nichts mit Wahlbetrug zu tun, auch wenn man selbst vielleicht nur Hoferwähler kennt. Genauso verhält es sich übrigens mit dem Stimmensieg Hofers in der ersten Wahlrunde.
Und dass im Internet mittlerweile nur noch jeder den anderen beschimpft, nur weil der vielleicht doch den anderen gewählt hat, wird wohl nicht dazu beitragen, dass unser Freundeskreis bis zur nächsten Wahl repräsentativer wird.
Dies und das
Processing, please wait…
Dies und das Manchmal habe ich diese Phasen, in denen mein Hirn einfach kurz stehenbleibt. Dann sehe ich vor meinem inneren Auge den Ladebalken, der anzeigt, dass der Computer gerade mit dem Rechnen nicht nachkommt und eine kurze Pause braucht.
In diesen Phasen hole ich mir meistens einen Tee. Den trinke ich dann ganz enspannt, da ist mir ganz egal, was um mich herum passiert. “Dieser Server ist vorübergehend nicht erreichbar.” Und dann geht es weiter.

Die traurige Wahrheit
Dies und das
Heute war ich bei der Präsentation des heurigen “Eine Stadt. Ein Buch” – Gratisbuchs.
Der Autor ist Michael Ondaatje, der auch “Der englische Patient” geschrieben hat. Das Buch “Katzentisch” handelt von einem elfjährigen Jungen, der allein von Sri Lanka nach London reist, um dort zu leben.
Ich habe den Autor gefragt, ob er meint, ein Jugendlicher, der heute auf sich allein gestellt als Flüchtling nach Europa kommt könnte mit ähnlichen Sorgen und Problemen kämpfen. Dass, wenn er eine solche Geschichte schrieb, die in der heutigen Zeit spielt, dass diese Geschichte dann ähnlcih wäre.
Ondaatje meinte, diese Geschichte würde er nicht einmal schreiben wollen, weil sie zu tragisch wäre. Weil es damals nicht annähernd so schlimm war, wie jetzt. “Innocent times” waren die Fünfzigerjahre im vergleich zu der heutigen Zeit.
Ich habe diese Antwort befürchtet, hoffte aber auf eine andere. Hoffte, dass die Menschen zumindest einfach immer schon so gewesen sind. Aber die Menschen sind tatsächlich einfach schlechter geworden. Wir haben uns nicht weiterentwickelt, sondern zurück. Das ist die traurige Wahrheit.
Als Abschluss
Dies und das, Fotografie, ReisenNoch einige Eindrücke von Venedig
Versuch einer Zeichnung
Dies und dasFotos von der Biennale 2016
Dies und das, Fotografie, Reisen Wie versprochen noch einige Bilder von der Biennale.
Was ich auf jeden Fall gelernt habe – und ich glaube, damit das diesjährige Motto der Ausstellung verstanden zu haben – ist, dass es immer Schwierigkeiten geben wird, immer Katastrophen. Viele davon sind von Menschen gemacht. Aber es wird auch immer Menschen geben, die nicht nur Probleme sehen, sondern Herausforderungen. Die die Situation annehmen und Lösungen finden.
Hope in humanity restored.
Fliegende Inseln
Dies und das, Reisen Fliegende Inseln passen zu Island. Das wird einem bewusst, wenn man diese Ausstellung betritt.
Das schöne daran: jede Insel steht für eine Vision, eine Möglichkeit, das verwirklichte oder auch unverwirklichte, vielleicht sogar unmögliche Projekt eines Architekten.
Island ist ein Land voller baulicher Herausforderungen, ist es auch ein Land voller Möglichkeiten?

Biennale die erste
Dies und das, Reisen Fast schon unabsichtlich bin ich in die Biennale di Architettura gestolpert und zwar in die Ausstellung von Taiwan.
Ein faszinierendes Konzept versucht, Architektur als etwas zu praktizieren, dass tatsächlich nützlich für die Bevölkerung ist und nicht nur schön fürs Auge.
Nach diesem Grundsatz wird viele mit Recycling und DIY-Materialien gearbeitet.
Damit soll der Begriff “Made in Taiwan” neu besetzt werden.
Weitere Fotos folgen später.

Am nächsten Morgen
Dies und das, Reisen Die Touristen sind schon da, bevor die ersten Geschäfte aufmachen. Jeder glaubt, der erste zu sein.
Vor der Basilica di San Marco und dem Campanile stehen die Menschen bereits Schlange und warten, dass sich die Tore öffnen.

Zuletzt
Dies und das, ReisenUnd als letztes für heute ein Eindruck meiner abendlichen Fahrt durch’s Industrieviertel. Gute Nacht!










