Kurz Augen zu

Dies und das

Im Moment ist mein Leben, wie mir klar wird, in erster Linie ein Aneinanderreihen von ‘Kurz durchatmen und weiter geht’s’.
Das macht aber nichts, denn mit jedem ‘Weiter geht’s’ bin ich stolz darauf, dass ich noch weiter kann. Und meine Woche hat gefühlte 300 Stunden, was toll ist.

Eigentlich ist es wie beim Sport. Man setzt sich ein Ziel und man zieht es durch, auch wenn man dazwischen manchmal das Gefühl hat, es geht nicht mehr. Man macht trotzdem weiter. Und irgendwie geht es ja dann doch.
Und am Ende des Trainings spürt man seine Muskeln und weiß, dass es das nächste Mal schon ein bisschen leichter sein wird, dass man bald in der Lage sein wird, noch mehr zu schaffen.

In dieser Stimmung bin ich gerade. Ich bin jeden Tag am Limit, aber wenn ich durchhalte, kann ich das Limit erhöhen. Und mehr schaffen. Und besser werden.

Und wenn ich wirklich mal an meine Grenzen stoße, mache ich einfach mal kurz die Augen zu und für einen Moment ist nichts mehr da und es ist Ruhe. Und dann geht es weiter.

Mein Hobby am Arbeitsplatz

Dies und das

In der Arbeit habe ich jetzt Blumen. So kleine süße Primeln in Töpfen. Da die Bedingungen aber an meinem Arbeitsplatz für Blumen sehr schlecht sind (und wenn wir schon dabei sind, eigentlich auch für Menschen), brauchen die Kleinen sehr viel Pflege und Zuwendung. Und siehe da, sie leben nach einer Woche immer noch. Dabei haben sie nach dem Wochenende eher tot als lebendig ausgeschaut, aber mit genug Wasser, Sonne und Liebe konnte ich sie wieder halbwegs aufpeppeln.

Und siehe da – die Arbeit ist gleich viel toller. Ja wirklich. Nicht nur, dass jetzt (halb lebendige) Blumen meinen Arbeitsplatz verschönern, es gibt einem auch ein Gefühl der Erfüllung, seine Pausen mit der Pflege von Leben zu verbringen. In der Früh fahre ich gerne in die Arbeit, wenn ich weiß, dass meine Blümchen warten, um die sich in meiner Abwesenheit niemand kümmern würde. Es macht mir auch Freude, sie immer wieder an die Luft zu stellen, damit sie Sonne und Sauerstoff tanken können, ich gieße und bade sie nach Bedarf. Eigentlich erinnern sie mich ein wenig an ein Tamagotchi, aber halt echt lebendig.

Ich kann also kurz gesagt jedem, der sich die Arbeit ein wenig versüßen will, so ein kleines blühendes Arbeitsplatzmaskottchen empfehlen, es kann einem wirklich viel Freude machen.

Ein Ausflug

Dies und das, Fotografie

Heute war der Tag, auf den ich seit Wochen gewartet habe – es lag Schnee; es schien die Sonne, blauer Himmel; es war ein freier Tag
In einer Lade fand ich sogar meinen iPod und siehe da – der Akku hielt meinen ganzen Spaziergang über
Ich hätte es mir nicht verzeihen können, diesen tag nicht auszunutzen, hier ein paar Fotos 🙂

Mein Abfall ist meine Aufgabe

Dies und das

Wir leben in einer sehr streng und eindeutig geregelten Gesellschaft. Dies bringt uns viele Vorteile, weshalb wir eine Einschränkung unserer persönlichen Freiheit bis zu einem gewissen Grad akzeptieren. Wir entscheiden uns irgendwann im Bereich unserer Zwanziger, welchen Platz wir in dieser Gesellschaft einnehmen wollen und dementsprechend wird uns eine Aufgabe zugewiesen.

So gibt es Menschen, die dafür zuständig sind, die Verschiedenen Stadien unserer Nahrungsmittel bereitzustellen; es gibt Menschen, die für unsere Gesundheit oder unsere Sicherheit sorgen; es gibt für alles Spezialisten.

Von diversen Schwierigkeiten abgesehen, funktioniert dieses System recht gut, denn wir können Aufgaben an Spezialisten abgeben, während wir selbst uns auf unser Spezialgebiet konzentrieren. Jeder hat eine Aufgabe, andere Aufgaben werden ihm abgenommen.

Nun ist mir aber neulich der Gedanke gekommen, dass genau dieses System uns eigentlich auch unserer Verantwortung entwöhnt. Jeder erfüllt seine Aufgabe und etwas anderes MUSS er nicht tun. Der Gedanke kam mir, als ich in der U-Bahn saß und einen Mann beobachtetem dessen einzige Aufgabe darin bestand, den Müll anderer Läute vom Boden aufzuheben und wegzuschmeißen. Und dann fragte ich mich doch: Muss das wirklich sein? Ist unsere Gesellschaft schon so weit, dass wir das Entsorgen des eigenen Abfalls nicht mehr als unsere Aufgabe sehen? Dass die fachgerechte End-Entsorgung wieder Spezialisten übernehmen sollten, sehe ich voll und ganz ein, aber brauchen wir wirklich eigene Leute dafür, in der Öffentlichkeit hinter uns herzuräumen?

Ich hoffe, eigentlich nicht. Aber scheinbar irgendwie doch…
Eigentlich finde ich ja, ganz unabhängig davon, welchem Beruf ich nachgehe, mein Abfall ist meine Aufgabe.